1941

Auf einer Sitzung des Vorstands der Exil-SPD in der britischen Hauptstadt London zum Thema „Deutschland und Europa nach dem Kriege“, wird die Erhaltung der „Reichseinheit in den Grenzen von 1937“, die „Belassung des Memellandes beim Deutschen Reich“, der „Anschluss der Stadt Danzig“ und die „Rückgliederung von Eupen-Malmedy“ gefordert.

1941

Die deutschen „Richtlinien für die Zivilverwaltung in den besetzten Ostgebieten“ werden erlassen.

Jan. 1941

Die Planungen zur deutschen Übernahme der kaukasischen Erdölfelder beginnen. Unter Aufsicht von Luftfahrtminister Göring (NSDAP) wird die Gründung der „Kontinentalen Öl-Aktien-Union“ (Konti-Öl) besprochen.

9. Jan. 1941

Entscheidung zur Entsendung deutscher Truppen in die italienische Kolonie Libia.

Feb. 1941

Die 14 Rädelsführer des am 21. Jan. 1941 gescheiterten Putsches in Rumänien, u.a. TPT-Chef Horia Sima, werden vom SD ins deutsche Exil gebracht.

Feb. 1941

Die deutsche Abwehr berichtet aus dem chinesischen Shanghai über die Möglichkeit der Organisierung einer indischen „Befreiungsbewegung“ im tibetanischen Kloster Tashi Lunpo.

11. Feb. 1941

Deutsche Intervention in der italienischen Kolonie Libia im Unternehmen „Sonnenblume“.

Deutsche Truppen in Libia

„Die Grundgedanken unserer Forderungen gehen auf ein zusammenhängendes West-Ostafrikanisches Kolonialgebiet aus.“ ― Franz Halder, deutscher Generalstabschef, 1940 (Halder, Kriegstagebuch, II, S. 74)

17. Feb. 1941

Beginn der Planung für eine deutsche Besetzung Afghanistans und einen Angriff auf Indien nach der Eroberung der Sowjetunion.

„Der Führer wünscht die studienmäßige Bearbeitung eines Aufmarsches in Afghanistan gegen Indien im Anschluss an die Operation Barbarossa.“ ― Aus einer Erklärung des deutschen OKW, 17. Feb. 1941 (Konkret 12/2001)

21. Feb. 1941

Die deutschen Truppen in der italienischen Kolonie Libia erhalten die Bezeichnung „Afrikakorps“.

1. Mär. 1941

Bulgarien tritt dem „Dreimächtepakt“ mit Deutschland bei.

 

Boris III.

Bulgarischer Kaiser 1918-43

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

2. Mär. 1941

Deutscher Einmarsch in Bulgarien und Besetzung.

„Die Länder des Südostens gehören ebenso zum Lebensraum Deutschlands wie Deutschland zum Lebensraum dieser Länder gehört.“ ― Aus einem Dokument des „Südosteuropa-Ausschusses“ der IG-Farben, 1940 (Hochberger, Die Intervention der BRD in den jugoslawischen Bürgerkrieg, S. 7)

Mär. 1941

Entsendung eines deutschen „Judenberaters“ nach Rumänien.

25. Mär. 1941

Jugoslawien tritt dem „Dreimächtepakt“ mit Deutschland bei.

 

Unterzeichnung in Wien

27. Mär. 1941

Die prodeutsche jugoslawische Regierung wird gestürzt.

27. Mär. 1941

Die deutsche Konti-Öl wird gegründet.

27. Mär. 1941

Deutschland drängt den japanischen Außenminister Yosuke Matsuoka („Beistandsvereinigung der kaiserlichen Herrschaft“ – TY) zu einem Angriff auf die britische Kronkolonie der Straits Settlements.

Apr. 1941

Erfundene „Massaker“ von Serben an Deutschen und Rumänen werden propagiert und als Rechtfertigung für einen deutschen Angriff auf Jugoslawien benutzt.

„Die aufgehetzten serbischen Elemente sind bereits zu einer planmäßigen Verfolgung aller Volksdeutschen übergegangen.“ ― „Münchener Neueste Nachrichten“, deutsche Tageszeitung, 2. Apr. 1941

 

„Die Deutschstämmigen seien in ein KZ gesperrt worden. Aus ihren Berichten geht hervor, dass der serbische Terror unvermindert anhält.“ ― „Münchener Neueste Nachrichten“, deutsche Tageszeitung, 4. Apr. 1941

 

„Meinem Nachfolger müssen unbedingt Anlässe bleiben neue Kriege anzufangen. Man darf nie in Verlegenheit sein, wo ein Konflikt herkommen soll.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, Aug. 1939 (Speer, Spandauer Tagebücher, S. 222)

2. Apr. 1941

Prodeutscher Putsch im Irak unter Rashid al-Kailani (HIW) und dem „Goldenen Quadrat“. Der in der Hauptstadt Bagdad residierende palästinensische Großmufti Husaini (NA) hatte den Staatsstreich vorbereitet und tritt sofort mit Deutschland in Kontakt, um Waffenlieferungen zu fordern. Außenstaatssekretär Ernst von Weizsäcker (NSDAP) verspricht uneingeschränkte Unterstützung.

„Alles war mit Berlin genau vereinbart, der Zeitpunkt zu dem wir losschlagen, die Hilfe, die wir erhalten, die Pläne, nach denen wir vorgehen sollten.“ ― Rashid al-Kailani, ehemaliges irakisches Regierungsoberhaupt, 1957 (Bretholz, Aufstand der Araber, S. 160)

Kailani

Irakisches Regierungsoberhaupt 1941

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

2. Apr. 1941

Chandra Bose vom „All-indischen Vorwärts-Block“ (AIFB) trifft nach seiner Flucht aus Indien über Afghanistan und die Sowjetunion in Deutschland ein und nimmt Kontakt mit dem Leiter der politischen Abteilung des Auswärtigen Amts, Ernst Woermann (NSDAP), auf. Bose will eine indische Gegenregierung in Berlin einrichten.

„Hitler ist euer Freund, der Freund der Arier, und ihr werdet nach Indien als die Befreier eures Mutterlandes zurückkehren.“ ― Chandra Bose (AIFB), Selbsternannter indischer Führer, zu Mitgliedern der „Freien indischen Legion“ der deutschen Wehrmacht, 1941 (Golwalkar, We or our Nationhood defined, S. 85)

Bose

Selbsternannter indischer Führer 1943-45

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

2. Apr. 1941

Erstes Exposé von APA-Chef Rosenberg (NSDAP) zur Zukunft der Sowjetunion. Das Land soll nach einem deutschen Angriff in sieben Komplexe aufgeteilt werden – „Großrussland“, „Weißrussland“, „Ukraine“, „Krim“, „Baltikum“, „Kaukasus“, „Turkestan“ –, aus denen dann vier Kommissariate gebildet werden sollen.

4. Apr. 1941

Ein Plan französischer Faschisten zur Neuordnung Frankreichs und Europas wird dem deutschen Kanzler Hitler (NSDAP) übergeben.

6. Apr. 1941

Deutscher Angriff auf Jugoslawien im Unternehmen „Marita“ bzw. Unternehmen „Strafgericht“.

Deutsche Truppen in Jugoslawien

„Bei der Behandlung des Fremdvölkischen im Osten müssen wir darauf sehen, so viel wie möglich einzelne Völkerschaften anzuerkennen und zu pflegen. Ich will damit sagen, dass wir nicht nur das größte Interesse daran haben, die Bevölkerung des Ostens nicht zu einen, sondern im Gegenteil in möglichst viele Teile und Splitter zu zergliedern.“ ― Heinrich Himmler (NSDAP), deutscher Reichsführer-SS, 15. Mai 1940 (Opitz, Europastrategien des deutschen Kapitals, S. 653)

Himmler

Deutscher Reichsführer-SS 1929-45

 

„Da die Serben gegenüber den nichtserbischen Volksgruppen Jugoslawiens, v.a. gegenüber den Kroaten und Mazedoniern, stets eine rücksichtslose Diktatur ausübten, ist ihnen gegenüber zum Ausdruck zu bringen, dass die deutsche Wehrmacht zu den Kroaten, Bosniern und Mazedoniern nicht als Feind ins Land kommt. Sie will sie vielmehr davor bewahren, von den serbischen Chauvinisten hingeschlachtet zu werden.“ ― Aus den deutschen „Richtlinien für die Behandlung der Fragen der Propaganda gegen Jugoslawien“, 28. Mär. 1941 (IMN, Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, XXVIII, S. 16 f)

6. Apr. 1941

Deutscher Angriff auf Griechenland und Besetzung im Unternehmen „Marita“ bzw. Unternehmen „Strafgericht“.

Deutsche Truppen in Griechenland

„Wir werden also wieder betonen, dass wir gezwungen waren, ein Gebiet zu besetzen, zu ordnen und zu sichern; im Interesse der Landeseinwohner müssten wir für Ruhe, Ernährung, Verkehr usw. usw. sorgen; deshalb unsere Regelung. Es soll also nicht erkennbar sein, dass sich damit eine endgültige Regelung anbahnt. […] Wir tun also lediglich so, als ob wir ein Mandat ausüben wollten. Uns muss aber dabei klar sein, dass wir aus diesen Gebieten nie wieder herauskommen. Demgemäß handelt es sich darum: 1. Nichts für die endgültige Regelung zu verbauen, sondern diese unter der Hand vorzubereiten; 2. Wir betonen, dass wir die Bringer der Freiheit wären.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, 16. Jul. 1941 (Besymenskij, Sonderakte Barbarossa, S. 333)

 

„Deutschland hat auf dem Balkan nur ein Interesse: Schutz des Friedens, wo er besteht, Sicherung, wo er bedroht ist, Wiederherstellung, wo er gebrochen wurde.“ ― „Frankfurter Zeitung“, deutsche Tageszeitung, 8. Apr. 1941

7. Apr. 1941

Operationsgruppen der Armee für Afghanistan, Ägypten, Marokko und die Türkei werden vom deutschen Generalstabschef Halder geplant.

10. Apr. 1941

Bildung des „Unabhängigen Staats Hrvatska“ als deutsches Marionettengebilde durch die verbündete Ustaša unter Pavelić. An der Gründung beteiligt ist auch die bosnische klerikalfaschistische „Jugoslawische Moslemorganisation“ (JMO) unter Džafer Kulenović. Aufteilung des Gebildes in eine deutsche und eine italienische Besatzungszone.

„Den Kroaten schmeicheln, den Hass gegen die Serben schüren!“ ― Joseph Goebbels (NSDAP), deutscher Propagandaminister, 7. Apr. 1941 (Die Zeit, 27.03.1992)

 

„Ich weiß, dass die Freiheit Kroatiens ausschließlich der Kraft des Führers, des Reiches und Europas zu verdanken ist.“ ― Ante Pavelić (Ustaša), kroatischer Führer, 1941 (Die Tageszeitung, 14.09.1991)

Pavelić

Kroatischer Führer 1941-45

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

12. Apr. 1941

Deutscher Einmarsch in der jugoslawischen Hauptstadt Beograd.

13. Apr. 1941

Der deutsche Angriff auf Ägypten bleibt bei Salum stehen.

15. Apr. 1941

Das besetzte jugoslawische Amt Dravska wird als „Untersteiermark“ und „Krain“ unter deutsche Zivilverwaltung gestellt.

17. Apr. 1941

Kapitulation Jugoslawiens.

Deutscher Vernichtungskrieg in Jugoslawien

Hingerichtete Serben in Čačak

 

„Das Partisanenheer [des Chefs des ‚Nationalen Befreiungskomitees’ Josip] Tito, aus dem die [jugoslawische] Armee hervorgegangen ist, hat schon im Zweiten Weltkrieg mehr wehrlose Zivilisten aus der Bevölkerung getötet als bewaffnete Okkupanten. Nach Kriegsende führte es riesige genozidhafte Mordaktionen durch, v.a. gegen das kroatische und das slowenische Volk sowie gegen die deutsche und albanische Minderheit.“ ― „Frankfurter Allgemeine“, deutsche Tageszeitung, 1. Mär. 1991

„Südosteuropa ist kein Gebiet, das die Voraussetzungen einer eigenen, in sich geschlossenen Ordnung in sich birgt, sondern dessen ganze Stärke und Bedeutung in der Ergänzung einer größeren, durch das Deutsche Reich stabilisierten Ordnung liegt.“ ― Franz Ronneberger (NSDAP), Chef des Nachrichtendienstes der deutschen SOEG und Dozent der „Südost-Stiftung“ des MWT, 1941 (Junge Welt, 20.04.1999)

Apr. 1941

Das besetzte jugoslawische Amt Vardar (Makedonija und Teile Kosovo-Metohijas) wird zwischen Deutschland, Italien und Bulgarien aufgeteilt. Der Großteil fällt an Italien das am 12. Aug. 1941 ein „Groß-Albanien“ schafft. Die Deutschen sichern sich das Gebiet um Kosovska Mitrovica.

23. Apr. 1941

Kapitulation Griechenlands.

27. Apr. 1941

Deutscher Einmarsch in der griechischen Hauptstadt Athenai.

29. Apr. 1941

Der Irak tritt als Komplize Deutschlands in den Krieg ein.

29. Apr. 1941

Bildung einer Marionettenregierung im deutsch besetzten Griechenland unter Georgios Tsolakoglou.

29. Apr. 1941

Der indische Separatistenführer Bose wird vom deutschen Außenminister Ribbentrop (NSDAP) in Wien empfangen.

30. Apr. 1941

Kanzler Hitler (NSDAP) dankt dem ägyptischen König Faruq I. für seine offene Sympathie für Deutschland. Faruq versorgte das OKW mit Informationen über die britischen Streitkräfte und hatte für den Fall eines deutschen Siegs in Nordafrika die sofortige Bombardierung von Tel Aviv im britischen Mandat Palestine durch die ägyptische Luftwaffe angeordnet. Ein Cousin Faruqs, Mansur ad-Da’ud, wird 1943 in Deutschland Mitglied der Waffen-SS.

 

Faruq I.

Ägyptischer König 1936-52

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

1. Mai 1941

Einrichtung des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof.

4. Mai 1941

In den deutsch besetzten jugoslawischen Ämtern Beograd, Dunav und Morava wird eine serbische Marionettenregierung unter Ratspräsident Milan Ačimović gebildet.

9. Mai 1941

Der palästinensische Großmufti Husaini (NA) ruft in der irakischen Hauptstadt Baghdad zum Jihad an der Seite Deutschlands „gegen Engländer, Juden und Kommunisten“ auf.

„Wir sind in so fern in einer vorteilhaften Situation als wir den Arabern nicht eine lediglich erträgliche Lösung der Jüdischen Frage in Palästina versprechen müssen, sondern mit reinem Gewissen den Arabern in dieser Frage jedes Zugeständnis machen können.” ― Aus einem Bericht des deutschen OKW, Mär. 1941 (Stone, Rashid Ali and the Golden Square at War, stonebooks.com)

 

„Der Nationalsozialismus [verläuft] in vieler Hinsicht der islamischen Weltanschauung parallel. […] Der Sinn der Gemeinschaft ist im Islam sehr ausgeprägt […] Gemeinnutz geht im Islam immer vor Eigennutz. Der Moslem ist berufen sein Hab und Gut und sich selbst für die Gemeinschaft zu opfern.“ ― Amin al-Husaini (NA), palästinensischer Großmufti, 4. Okt. 1944 (Höpp, Mufti-Papiere, S. 219 ff)

10. Mai 1941

Der deutsche Verbindungsmann Grobba (NSDAP) trifft im irakischen Musil ein, um die militärische Unterstützung für die Kailani-Regierung zu koordinieren.

„Ein sich beständig ausbreitender Aufstand der arabischen Welt wäre für uns von größter Hilfe bei unserem entscheidenden Vorstoß nach Ägypten.“ ― Joachim von Ribbentrop (NSDAP), deutscher Außenminister, 3. Mai 1941 (Stone, Rashid Ali and the Golden Square at War, stonebooks.com)

12. Mai 1941

Martin Bormann wird zum Leiter der NSDAP-Kanzlei ernannt.

 

Bormann

Die „Graue Eminenz“ des deutschen Imperialismus

13. Mai 1941

Ein Grenzvertrag Deutschlands mit dem separatistischen „Unabhängigen Staat Hrvatska“ wird abgeschlossen.

13. Mai 1941

Eintreffen des deutschen „Sonderkommandos Junck“ im Irak.

 

Abgeschossenes deutsches Kampfflugzeug im Irak

Mai 1941

Eine deutsche Eroberung der portugiesischen Distrikte Angra de Heroismo, Horta und Ponta Delgada wird erneut ins Auge gefasst, um ab Herbst mit Langstreckenbombern die USA anzugreifen.

Mai 1941

Die kroatische Marionettenregierung legt ihre Ziele im Bezug auf die serbische Bevölkerung vor: 1/3 soll in deutsche Konzentrationslager deportiert, 1/3 zum Katholizismus konvertiert, 1/3 ermordet werden. Erste Maßnahmen: Verbot der kyrillischen Schrift; Einrichtung von Konzentrationslagern für „unerwünschte und gefährliche Personen“; Übernahme der Nürnberger Rassengesetze.

Mai 1941

Bis Aug. 1941 werden in Irland mehrere deutsche Agenten aufgegriffen, die mit der IRA Kontakt hielten.

19. Mai 1941

Ein erster Entwurf einer „Erklärung über ein freies Indien“ wird im deutschen Auswärtigen Amt ausgearbeitet.

20. Mai 1941

Ein erster deutscher Versuch, den prodeutschen ehemaligen Generalstabschef Aziz al-Mazri aus Ägypten zu schaffen, scheitert wegen eines Autounfalls.

21. Mai 1941

Der omanische Imam Abdallah al-Kharusi erklärt den Jihad auf Seiten des palästinensischen Großmuftis Husaini (NA).

23. Mai 1941

Der Plan zur Nutzung des arabischen Nationalismus gegen Großbritannien durch eine deutsche Unterstützung der Kailani-Regierung im Irak wird verkündet.

„Die arabische Freiheitsbewegung ist im Mittleren Osten unser natürlicher Bundesgenosse gegen England. […] Ich habe mich daher entschlossen, die Entwicklung durch Unterstützung des Irak vorwärtszutreiben.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, 23. Mai 1941 (Hillgruber, Chronik des Zweiten Weltkriegs, S. 75)

 

„Deutsche Wehrmachtsangehörige [im Irak] tragen irakische Abzeichen.“ ― Aus dem „Kriegstagebuch“ des OKW, 28. Mai 1941 (Kriegstagebuch des OKW, II, S. 397)

30. Mai 1941

Die prodeutsche Regierung im Irak wird durch die Briten abgesetzt. Der palästinensische Großmufti Husaini (NA) flieht über den Iran, die Türkei und Albanien nach Italien.

„Sobald es [= Russland] erledigt ist, erledigt sich auch Irak und Syrien von selbst. Dann bin ich so frei, dass ich schließlich auch durch die Türkei hinunterstoßen kann.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, 31. Mai 1941 (Thies, Architekt der Weltherrschaft, S. 170)

Mai 1941

Eine Million Mark werden vom deutschen Auswärtigen Amt für „Indien-Propaganda“ bereitgestellt.

6. Jun. 1941

Die „Richtlinien für die Behandlung politischer Kommissare“ der sowjetischen Roten Armee nach einem Angriff auf die Sowjetunion werden erlassen.

„Die Urheber barbarisch-asiatischer Kampfmethoden sind die politischen Kommissare. Gegen diese muss daher sofort und ohne weiteres mit aller Schärfe vorgegangen werden.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, 6. Jun. 1941 (Richtlinien für die Behandlung politischer Kommissare, www.ns-archiv.de)

8. Jun. 1941

Mit der Besetzung der französischen Mandate Syrie und Liban stoppen Briten und freie Franzosen den deutschen Vormarsch in diesen Gebieten. Für den 15. Jun. 1941 war die Ankunft einer deutschen Militärmission im syrischen Alep vorgesehen, die die Kontrolle über das Gebiet übernehmen sollte. Bereits im Mai 1941 hatte Syrie als Basis für die deutschen Waffenlieferungen an den Irak gedient.

„Heute kämpfen wir um Ölfelder, Gummi, Erdschätze usw.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, 23. Mai 1939 (IMN, Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, XXVI, S. 329 f)

11. Jun. 1941

Entwurf einer „Führerweisung Nr 32“ zur deutschen Besetzung des Nahen Ostens und Nordwestafrikas nach einem Sieg über die Sowjetunion: Eroberung des Iran, des Irak, des britischen Mandats Palestine, des französischen Mandats Syrie und Transjordaniens.

„Mit geringen Kräften können wir Persien und den Irak befreien. Die Inder werden unsere Divisionen begeistert begrüßen.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, 1941 (Speer, Erinnerungen, S. 252)

15. Jun. 1941

Der separatistische „Unabhängige Staat Hrvatska“ tritt dem „Dreimächtepakt“ mit Deutschland bei.

18. Jun. 1941

Ein „Freundschaftsvertrag“ Deutschlands mit der Türkei wird bis 1951 abgeschlossen.

Jun. 1941

Beginn der Planung zum Unternehmen „Tannenbaum“, der deutschen Eroberung der Schweiz. Das Land würde unter Deutschland, Italien und Frankreich aufgeteilt.

Jun. 1941

Deutsche Agenten unter Führung von Dietrich Winckel werden in die afghanische Hauptstadt Qabol entsandt, um mit dem indischen AIFB und dem „Fakir von Ipi“ Kontakt aufzunehmen.

20. Jun. 1941

APA-Chef Rosenberg (NSDAP) gibt als Sonderbevollmächtigter „zur zentralen Bearbeitung der Probleme des osteuropäischen Raums“ die deutschen Pläne für eine Aufteilung der Sowjetunion bekannt. Die Einrichtung von fünf Kommissariaten ist geplant: „Ostland“, „Ukraine“, „Kaukasus“ und „Moskau“. Das zunächst geplante Kommissariat „Turkestan“ wird verschoben. Für „Turkestan“ waren alternative Namen wie „Pan-Turkestan“, „Groß-Turkestan“ und „Muhammad-Reich“ vorgeschlagen worden.

22. Jun. 1941

Deutscher Angriff auf die Sowjetunion im Unternehmen „Barbarossa“.

Deutsche Truppen in der Sowjetunion

„In bezug auf die Sowjetunion kann der Begriff einer unrechtmäßigen Intervention nicht bestehen – jeder Krieg gegen die Sowjetunion, von wem und weshalb auch geführt, ist völlig legitim.“ ― E… Bockhoff (NSDAP), deutscher Journalist der Zeitschrift „Nationalsozialistische Monatshefte“, 1936 (Chvostov, Geschichte der Diplomatie, III b, S. 377)

22. Jun. 1941

Rumänien tritt als Komplize Deutschlands in den Krieg ein und greift ebenfalls die Sowjetunion an.

 

Antonescu

Rumänischer Führer 1940-44

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

23. Jun. 1941

Die separatistische „Slowakische Republik“ tritt als Komplize Deutschlands in den Krieg ein und greift ebenfalls die Sowjetunion an.

23. Jun. 1941

Unter deutscher Besatzung wird eine „Republik Lietuva“ auf besetztem sowjetischen Gebiet etabliert.

25. Jun. 1941

Die Verordnung über die „Verwendung fremder Arbeitskräfte in den Kolonien“ wird erlassen.

26. Jun. 1941

Finnland tritt als Komplize Deutschlands in den Krieg ein und greift ebenfalls die Sowjetunion an.

 

Mannerheim

Finnischer Präsident 1944-46

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

Jun. 1941

Die „Richtlinien für die Führung der Wirtschaft in den neu besetzten Ostgebieten“ werden erlassen.

„Der europäische Wirtschaftsraum mit seinem gewaltigen Produktionsapparat und seiner heute gar nicht abzuschätzenden Konsumkraft bietet eine Chance für die anderen Wirtschaftspartner in der Welt, also auch für die anderen Großwirtschaftsräume, wie sie bisher noch nie vorhanden war.“ Walther Funk (NSDAP), deutscher Wirtschaftsminister, 12. Jun. 1941 (Funk, Wirtschaftsordnung im neuen Europa, S. 19)

27. Jun. 1941

Ungarn tritt als Komplize Deutschlands in den Krieg ein und greift ebenfalls die Sowjetunion an.

 

Horthy

Ungarischer Verweser 1920-44

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

30. Jun. 1941

Frankreich tritt als Komplize Deutschlands in den Krieg ein. Im Jul. 1941 wird die „Legion der französischen Freiwilligen gegen den Bolschewismus“ (LVF) ins Leben gerufen.

„Der alte […] Antagonismus einzelner Staaten wurde abgelöst durch die neue Idee einer europäischen Schicksalsgemeinschaft. Nur durch ein weitgehendes Verständnis für diesen neuen Gedanken können die europäischen Staaten ihre Zukunft sicherstellen.“ ― Aus dem deutschen „Jahrbuch für Auswärtige Politik“, 1942 (S. 144)

Jul. 1941

Die tschetschenischen Rebellen unter Hasan Israilov schicken Unterhändler nach Deutschland, die der Wehrmacht ihre Unterstützung im Krieg gegen die Sowjetunion im Gegenzug für die Zusage eines unabhängigen Čečnja versprechen. Israilov hatte bereits 1939 seinen Terroraktionen begonnen und im Feb. 1940 eine „Provisorische revolutionäre Volksregierung von Čečnja und Ingušetija“ proklamiert.

6. Jul. 1941

Deutscher Angriff auf die britische Kronkolonie Malta.

7. Jul. 1941

Ein neuer deutscher Versuch den ehemaligen Generalstabschef Mazri mit aus Ägypten zu schaffen scheitert.

9. Jul. 1941

Das staatsrechtliche Ende Jugoslawiens wird durch die deutsche Regierung verkündet.

„Die Serben waren immer Unruhestifter. Wir müssen sie jetzt zur Strecke bringen.“ ― Joseph Goebbels (NSDAP), deutscher Propagandaminister, 8. Apr. 1941

Jul. 1941

Bildung des Kommissariats „Ostland“ aus den deutsch besetzten sowjetischen Republiken Belarus, Estonija, Latvija und Litva.

Jul. 1941

Einrichtung einer Marionettenregierung in der deutsch besetzten sowjetischen Republik Estonija unter Landesdirektor Hjalmar Mäe vom so genannten „Befreiungskomitee“.

 

Mäe

Estnischer Landesdirektor 1941-44

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

15. Jul. 1941

Umfassendes deutsches Angebot an Japan für den Fall eines japanischen Angriffs auf die Sowjetunion.

16. Jul. 1941

Im so genannten „Bormann-Memorandum“ werden Gebietsforderungen Deutschlands nach einem Sieg formuliert.

17. Jul. 1941

APA-Chef Rosenberg (NSDAP) wird deutscher Ostgebietsminister.

18. Jul. 1941

Die deutschen Agenten Manfred Oberdorffer und Friedrich Brandt versuchen, mit einer Waffenlieferung das Hauptquartier des „Fakirs von Ipi“ im afghanisch-indischen Grenzgebiet zu erreichen, werden jedoch von afghanischen Truppen aufgehalten.

24. Jul. 1941

Eine erste Denkschrift des deutschen Generalstabs für eine Offensive im sowjetischen Gebiet Sakavkase entsteht.

Jul. 1941

Deutsche Agenten werden in die tschetschenischen Berge gesandt, um einen Aufstand in den Operationsgebieten der Israilov-Rebellen anzufachen.

Jul. 1941

Die Denkschrift „Über die Gestaltung Kaukasiens“ von Ostgebietsminister Rosenberg (NSDAP) wird verfasst.

„Das Interesse Deutschlands […] muss es sein, eine sichere Position in ganz Kaukasien zu errichten, um die Landverbindung mit dem Nahen Osten, das heißt die Sicherung Kontinentaleuropas, zu verwirklichen. Nur diese Verbindung zu den Ölquellen kann Deutschland und ganz Europa unabhängig von jeder See-Koalition für alle Zukunft machen.“ ― Alfred Rosenberg (NSDAP), deutscher Ostgebietsminister, Jul. 1941 (Pospelov, Geschichte des Großen Vaterländischen Kriegs der Sowjetunion, S. 537)

 

„Ich hoffe, dass sich für Deutschland im nächsten Jahr die Möglichkeit ergeben wird, das Kaukasische Tor nach dem Mittleren Orient aufzustoßen.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, gegenüber dem palästinensischen Großmufti Amin al-Husaini (NA), 28. Nov. 1941 (Schmidt, Der Großmufti von Jerusalem beim Führer, www.ns-archiv.de)

31. Jul. 1941

Der deutsche Luftfahrtminister Göring (NSDAP) beauftragt RSHA-Chef Heydrich (NSDAP) mit der „Evakuierung“ der europäischen Juden, der „Gesamtlösung der Judenfrage im deutschen Einflussgebiet in Europa“.

„Ich will ihnen aufrichtig sagen, mit den Juden muss man so oder anders Schluss machen. […] Von den Juden erwarte ich nur eins: dass sie verschwinden. […] Wir müssen die Juden vernichten, wo wir sie treffen und wo es möglich ist.“ ― Hans Frank (NSDAP), Generalgouverneur des deutsch besetzten Polen (Besymenskij, Sonderakte Barbarossa, S. 271)

Sommer 1941

Eine Denkschrift von islamischen Führern aus den kroatisch besetzten jugoslawischen Ämtern Drina und Vrbas wird an den deutschen Kanzler Hitler (NSDAP) übergeben. Die Hauptforderung ist ein deutsches Protektorat über ein von Hrvatska gelöstes „Bosna-Hercegovina“.

10. Aug. 1941

Ein Bericht aus dem KPA der NSDAP über die künftige Weltmacht Deutschlands entsteht.

20. Aug. 1941

Bildung des deutschen Kommissariats „Ukraine“.

„Eine Abschöpfung landwirtschaftlicher Überschüsse aus der Ukraine für die Ernährungszwecke des Reichs ist mithin nur denkbar, wenn der ukrainische Binnenverkehr auf ein Minimum herabgedrückt wird. Es wird versucht, dies zu erreichen durch Ausmerzung überflüssiger Esser.“ ― Aus einer Erklärung des deutschen „Wirtschaftsrüstungsamts“, 2. Dez. 1941 (IMN, Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, VIII, S. 46)

 

„Das Hauptziel besteht darin, soviel wie möglich Lebensmittel und Mineralöl für Deutschland zu gewinnen. Daneben müssen sonstige Rohstoffe aus den besetzten Gebieten der deutschen Kriegswirtschaft zugeführt werden.“ ― Aus einer Erklärung des deutschen „Wirtschaftsrüstungsamts“, 23. Mai 1941 (IMN, Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, XXVIII, S. 5 f)

25. Aug. 1941

Britische und sowjetische Truppen vereiteln einen deutschen Versuch, Einfluss auf den Iran unter seinem prodeutschen Kaiser Reza Pahlavi zu bekommen und beschlagnahmen 11,000 Tonnen von der Abwehr ins Land geschmuggelte Waffen. Ca. 4,000 deutsche Agenten waren bis Sommer 1941 in den Iran eingeschleust worden.

„Die vom [Außenpolitischen] Amt mit Hilfe von Wirtschaftskreisen zur wirtschaftlichen Durchdringung Irans auf ganz neuen Wegen entwickelte Initiative […] drückte sich in einer außerordentlich günstigen Weise in den gegenseitigen Handelsbeziehungen aus.“ ― Alfred Rosenberg (NSDAP), deutscher Ostgebietsminister, 1943 (IMN, Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, V, S. 65 f)

 

„Meine deutschen Kameraden […] fungierten bei den Stammesoberhäuptern als militärische Berater. Alle Stammeshäuptlinge […] warteten darauf, dass die deutschen Kaukasustruppen noch etwas weiter nach dem Süden vordrängen. In Südpersien war alles so vorbereitet, dass es eine ganz große Erhebung gegen die Engländer zugunsten der Deutschen gegeben hätte.“ ― Gottfried Müller, ehemaliger deutscher Agent im Irak, 1959 (Müller, Im brennenden Orient, www.etika.com)

30. Aug. 1941

Ein Vertrag Deutschlands mit Rumänien wird in Tighina abgeschlossen.

Sep. 1941

Nach dem Scheitern der Waffenlieferung an den „Fakir von Ipi“ wird der deutsche Botschafter in Afghanistan beauftragt, erneut Kontakt herzustellen. Khan werden 100,000 Mark pro Monat versprochen, sollte er das Gebiet Waziristan mit Terror überziehen, und das doppelte, wenn er den Jihad am Leben erhält.

„Die heutige neutrale Stellung Afghanistans ist zu einem nicht geringen Teil auf die Tätigkeit des [Außenpolitischen] Amtes zurückzuführen.“ ― Alfred Rosenberg (NSDAP), deutscher Ostgebietsminister, 1943 (IMN, Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, V, S. 67)

15. Sep. 1941

Das Vorhaben „Peenemünde“ zur Entwicklung von deutschen Raketenwaffen erhält die „Sonderdringlichkeitsstufe“.

16. Sep. 1941

Erster deutscher Luftangriff auf die ägyptische Hauptstadt Qahirah.

16. Sep. 1941

Erlass der Regierung, dass für einen im besetzten Gebiet getöteten deutschen Soldaten 50 bis 100 Russen zu erschießen sind.

Deutscher Vernichtungskrieg in der Sowjetunion

Hingerichtete Juden in Kovno

„Das Leben ist ein Kampf für das Am-Leben-Bleiben, für Brot und Macht. […] In diesem harten Kampf brauchten wir eine starke und harte Führung. Hitler gab uns beides. Nach den Jahren seiner Führung fühlten wir uns alle viel besser.“ ― Gustav Krupp, deutscher Unternehmer, 1946 (Frankfurter Hefte 3/1956)

 

„Die deutschen Truppen benahmen sich nicht wie mittelalterliche Söldner oder wie die Rote Armee 1944/45 in Ostmitteleuropa.“ ― Arnulf Baring, deutscher Historiker, Dez. 2005 (Konkret 1/2006)

 

„Wehrmacht steht für Bewährung in äußerster Not, für Erinnerung an und Verehrung von vorbildlichen Vorgesetzten, für Kameraden und Opfertod.“ ― Klaus Naumann, Generalinspekteur der deutschen Bundeswehr, Apr. 1992 (Gebirgstruppe 4/1992)

21. Sep. 1941

Einrichtung des „Islamischen Zentralinstituts“ (IZI) in Berlin durch den ägyptischen Journalisten Kamal al-Galal. Das IZI wird im Jan. 1942 vom palästinensischen Großmufti Husaini (NA) übernommen.

23. Sep. 1941

Erste Versuchsvergasungen werden im Konzentrationslager Oświęcim an 850 polnischen und sowjetischen Kriegsgefangenen durchgeführt.

26. Sep. 1941

Die Schlacht um die sowjetische Hauptstadt Moskva im Unternehmen „Taifun“ wird eingeleitet.

„Der Führer hat erneut entschieden, dass eine Kapitulation von Leningrad oder später von Moskau nicht anzunehmen ist. Auch für alle übrigen Städte gilt, dass sie vor der Einnahme durch Artilleriefeuer und Luftangriffe zu zermürben sind und ihre Bevölkerung zur Flucht zu veranlassen ist.“ ― Alfred Jodl, deutscher Wehrmachtsführungsstabschef, 7. Okt. 1941 (IMN, Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, XXXIV, S. 426)

Okt. 1941

Einrichtung des Konzentrationslagers Lublin-Majdanek im deutsch besetzten Polen.

„Der Soldat ist im Ostraum nicht nur ein Kämpfer nach den Regeln der Kriegskunst, sondern auch Träger einer unerbittlichen völkischen Idee und der Rächer für alle Bestialitäten, die deutschem und artverwandtem Volkstum zugefügt wurden. Deshalb muss der Soldat für die Notwendigkeit der harten, aber gerechten Sühne am jüdischen Untermenschentum volles Verständnis haben. Sie hat den weiteren Zweck, Erhebungen im Rücken der Wehrmacht, die erfahrungsgemäß stets von Juden angezettelt werden, im Keime zu ersticken.“ ― Walter von Reichenau, deutscher Generalfeldmarschall, 10. Okt. 1941

Okt. 1941

Aktion „Judenrein“ in den Ghettos des deutsch besetzten sowjetischen Koidanovo, Minsk, Sluzk und Smolivečij.

„Die öffentliche Diskussion über die Wehrmacht hat vielfach die Perspektive in wissenschaftlich unakzeptabler Weise auf die Frage der Kriegsverbrechen verengt.“ ― „Militärgeschichtliches Forschungsamt“ der deutschen Bundeswehr, Jun. 1999 (Informationen für die Truppe 6/1999)

Okt. 1941

Im deutschen Auswärtigen Amt wird eine „Zentralstelle freies Indien“ (ZFI) unter Leitung des Separatistenführers Bose eingerichtet. Der bisherige „Arbeitskreis Indien“ wird zum „Sonderreferat Indien“. Gleichzeitig stimmt das OKW der Aufstellung einer „Freien indischen Legion“ der Wehrmacht zu.

24. Okt. 1941

Der palästinensische Großmufti Husaini (NA) erreicht Italien.

Herbst 1941

Der Ingenieur Konstantin Voskoboinik wird von den deutschen Besatzern zum Verwalter der sowjetischen Region um Lokot ernannt. Er beginnt mit der Rekrutierung der „Russischen nationalen Befreiungsarmee“ (RONA) zum Kampf gegen sowjetische Partisanen und etabliert die von den deutschen Militärs anerkannte „Republik Lokot“.

2. Nov. 1941

Deutsche Eroberung des Partisanen-Volksrepublik Ušice im besetzten Jugoslawien.

Nov. 1941

Der deutsche Propagandasender für Indien, „Azad Hind“, geht auf Sendung.

„Deutscher Nationalstolz ist zum Hauptereignis des Tages geworden. […] Indem es die Reinheit seiner Rasse und Kultur aufrechterhielt, schockte Deutschland die Welt, als es das Land von den semitischen Rassen – den Juden – säuberte. […] Deutschland hat auch gezeigt, wie es für Rassen und Kulturen, die fundamentale Differenzen haben, fast unmöglich ist, in ein gemeinsames Ganzes zusammengefasst zu werden – eine gute Lehre für uns in Hindustan.“ ― Sadashiv Golwalkar, Chef der indischen „Nationalen Freiwilligen-Union“ (RSS), 1940 (Goodrick-Clarke, Hitler’s Priestess, S. 60)

Nov. 1941

Einrichtung des Konzentrationslagers Terežín in der deutsch besetzten Tschechoslowakei.

25. Nov. 1941

Bulgarien, Dänemark, Finnland, der separatistische „Unabhängige Staat Hrvatska“, das japanisch besetzte chinesische Gebiet Man Zhugou, Rumänien und die separatistische „Slowakische Republik“ treten dem „Antikominternpakt“ mit Deutschland bei.

26. Nov. 1941

Einrichtung des Konzentrationslagers Oświęcim II im deutsch besetzten Polen.

28. Nov. 1941

Besuch des palästinensischen Großmuftis Husaini (NA) bei Kanzler Hitler (NSDAP) in Berlin. Hitler verspricht ihm einen Aufruf zum Jihad, sobald deutsche Truppen das sowjetische Gebiet Sakavkase erobert haben.

Deutsch-palästinensische Freundschaft

„Die Araber sind die natürlichen Freunde Deutschlands, da sie die gleichen Feinde wie Deutschland, nämlich die Engländer, die Juden und die Kommunisten, haben. Sie sind daher auch bereit, von ganzem Herzen mit Deutschland zusammenzuarbeiten, und stehen zur Teilnahme am Kriege zur Verfügung.“ ― Amin al-Husaini (NA), palästinensischer Großmufti, gegenüber dem deutschen Kanzler Adolf Hitler (NSDAP), 28. Nov. 1941 (Schmidt, Der Großmufti von Jerusalem beim Führer, www.ns-archiv.de)

 

„Deutschland tritt für einen kompromisslosen Kampf gegen die Juden ein. Dazu gehört selbstverständlich auch der Kampf gegen die jüdische Heimstätte in Palästina, die nichts anderes ist als ein staatlicher Mittelpunkt für den destruktiven Einfluss der jüdischen Interessen.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, gegenüber dem palästinensischen Großmufti Amin al-Husaini (NA), 28. Nov. 1941 (Schmidt, Der Großmufti von Jerusalem beim Führer, www.ns-archiv.de)

Dez. 1941

Der palästinensische Großmufti Husaini (NA) wird von Reichsführer-SS Himmler (NSDAP) in die SS aufgenommen. Husainis Komplize Fawzi al-Qutb wird zu einem ausgiebigen SS-Training in die deutsch besetzten Niederlande gesandt.

Deutsch-palästinensische Freundschaft

„Der Vertrag von Versailles war eine Katastrophe für die Deutschen wie für die Araber. Aber die Deutschen wissen, wie man es macht, um die Juden loszuwerden. Das ist es was uns den Deutschen nahe bringt.“ ― Amin al-Husaini (NA), palästinensischer Großmufti, Nov. 1943 (Bergsson, Muftism and Nazism, notendur.centrum.is/~snorrigb/muftism.html)

 

„Die nationalsozialistische Bewegung Großdeutschlands hat seit ihrer Entstehung den Kampf gegen das Weltjudentum auf ihre Fahne geschrieben. Sie hat deshalb schon immer mit besonderer Sympathie den Kampf der freiheitsliebenden Araber, vor allem in Palästina, gegen die jüdischen Eindringlinge verfolgt.“ ― Heinrich Himmler (NSDAP), deutscher Reichsführer-SS, 2. Nov. 1943 (www.eretzyisroel.org)

7. Dez. 1941

Mit dem Überfall auf das amerikanische Pearl Harbor tritt Japan als Komplize Deutschlands in den Krieg ein.

Hirohito

Japanischer Kaiser 1926-89

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

„Japan ist so bald wie möglich zum aktiven Handeln im Fernen Osten zu bringen. […] Zur Vorbereitung der Zusammenarbeit ist es erforderlich die japanische Wehrkraft mit allen Mitteln zu stärken.“ ― Wilhelm Keitel (NSDAP), deutscher OKW-Chef, 5. Mär. 1941 (IMN, Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, II, S. 159)

 

„Japan gab Präsident Roosevelt die angemessene Antwort auf seine unverschämten Provokationen und schamlosen Beleidigungen.“ ― Joseph Goebbels (NSDAP), deutscher Propagandaminister, 21. Dez. 1941 (Das Reich, 21.12.1941)

 

Unverändertes deutsches Weltbild 60 Jahre später:

 

„Pearl Harbour ist eine meisterhafte Inszenierung gewesen. […] Präsident Franklin Roosevelt [hat] die Japaner bis zu diesem Überfall provoziert.“ ― „Süddeutsche Zeitung“, deutsche Tageszeitung, 22. Mai 2001

8. Dez. 1941

China tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

11. Dez. 1941

Deutsche Kriegserklärung an die USA. In den Monaten zuvor war in den deutschen Medien eine antiamerikanische Propagandakampagne angelaufen, in der Präsident Franklin Roosevelt (Democratic Party) – genau wie McKinley 1898 und Wilson 1917 – u.a. „Kriegshetze“, „Dummheit“ und „Fundamentalismus“ vorgeworfen wird.

„Erst hetzt dieser Mann [= Roosevelt] zum Krieg, dann fälscht er die Ursachen, stellt willkürliche Behauptungen auf, hüllt sich dann in widerwärtiger Weise in eine Wolke christlicher Heuchelei und führt so, langsam aber sicher, die Menschheit dem Krieg entgegen, nicht ohne dabei Gott zum Zeugen anzurufen für die Ehrbarkeit seines Handelns.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, 11. Dez. 1941 (Zentner, Illustrierte Geschichte des Zweiten Weltkriegs, S. 131)

 

„Es ist zu viel wenn Amerika sich in solch unverschämter Weise gegenüber einem Teil der Erde verhält, der einige tausend Jahre ruhmreicher Geschichte hinter sich hat, wenn es versucht diesem moralische und intellektuelle Lehren zu erteilen. […] Wir können Jugendsünden vergeben, aber dieser Grad von Arroganz geht einem auf die Nerven.“ ― Joseph Goebbels (NSDAP), deutscher Propagandaminister, 9. Aug. 1942 (Das Reich, 09.08.1942)

 

„Meine Gefühle gegenüber dem Amerikanismus sind Gefühle des Hasses und der Abneigung. Jedem europäischen Land, einerlei welchem, fühle ich mich mehr verwandt.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, 1941 (Moltmann, Weltherrschaftsideen Hitlers, S. 229)

 

„Das eigene Volk kann man propagandistisch am besten durch eindeutige, treffende Werturteile zu Höchstleistungen emporreißen. Ich empfehle daher, in unserem eigenen Nachrichtendienst immer wieder vom Säufer Churchill und vom Verbrecher Roosevelt zu sprechen.“ ― Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, 10. Apr. 1942 (Picker, Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier, S.212)

11. Dez. 1941

Costa Rica tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

11. Dez. 1941

Dominica (Republik) tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

11. Dez. 1941

Guatemala tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

12. Dez. 1941

Kuba tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

12. Dez. 1941

Nicaragua tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

12. Dez. 1941

Haiti tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

12. Dez. 1941

Honduras tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

12. Dez. 1941

El Salvador tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

18. Dez. 1941

Panama tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

18. Dez. 1941

Ein neuer Bericht aus dem KPA der NSDAP über die künftige Weltmacht Deutschlands entsteht.

„Europa muss lernen, in weiten Räumen weltpolitisch zu denken.“ ― Joseph Wirth (NSDAP), Mitarbeiter des KPA der NSDAP, 18. Dez. 1941 (Hildebrand, Vom Reich zum Weltreich, S. 930)

19. Dez. 1941

Der deutsche Kanzler Hitler (NSDAP) wird Oberbefehlshaber der Armee.

22. Dez. 1941

Das ehemalige irakische Regierungsoberhaupt Kailani (HIW) wird vom deutschen Außenminister Ribbentrop (NSDAP) in Berlin empfangen.


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