1916

Das Buch „Bulgarien und Mitteleuropa“ des deutschen Abgeordneten Naumann (FVP) erscheint.

Feb. 1916

Beginn einer Mission deutscher Agenten nach Äthiopien, um den zum Islam konvertierten Kaiser Iyasu V. zum Jihad gegen Großbritannien zu bewegen. In Äthiopien stehen die Agenten auch in Kontakt mit dem Mahdi von Noogal, Sa’id Hasan, dem man Waffen für die Fortsetzung seines Jihad gegen das britische Protektorat Somaliland verspricht.

 

Iyasu V.

Äthiopischer Kaiser 1913-16

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

29. Feb. 1916

Beginn des verschärften deutschen U-Boot-Kriegs.

„Dass wir den vollen Sieg davontragen, dafür bürgt uns der Heldenmut, der einheitlich geschlossene Wille und die überlegene sittliche Kraft unseres Volkes.“ ― Adolf Wild, preußischer Kriegsminister, Apr. 1916 (Vorwärts zum Sieg 29/1916)

Wild

Preußischer Kriegsminister 1915-16

9. Mär. 1916

Deutsche Kriegserklärung an Portugal.

10. Mär. 1916

Deutsche Agenten drängen den mexikanischen Rebellen Francisco Villa („Konventionisten“ – Convencionistas) zu einem Angriff auf das amerikanische Columbus. Die Aktion bringt die USA und Mexiko an den Rand eines Kriegs.

„Deutschland ist bestrebt die Unruhe in Mexiko aufrechtzuerhalten bis die Vereinigten Staaten gezwungen sein werden zu intervenieren; deshalb dürfen wir nicht intervenieren.“ ― Robert Lansing (Democratic Party), amerikanischer Staatssekretär, Mär. 1916 (Knight, The Mexican Revolution, II, S. 345 f)

Mär. 1916

Das deutsche „Expeditionskorps Pascha“ trifft in der türkisch besetzten Sin’a-Halbinsel ein.

Mär. 1916

Deutsches Kommandounternehmen über den Suways-Kanal.

15. Mär. 1916

Eduard von Capelle wird deutscher Marinestaatssekretär.

26. Mär. 1916

Eine deutsche Militärmission erreicht das türkische Şam. Ziel ist die Erweiterung der Jihad-Propaganda im türkischen Arabien. Das spätere Zentrum der deutschen Aktivitäten soll Medine werden, von wo aus der Jihad im ägyptisch-britischen Kondominium Sudan und dem britischen Protektorat Somaliland gefördert werden soll. Im türkischen San’a wird ein Sender zum Kontakt mit dem besetzten „Deutsch-Ostafrika“ geplant. Der deutsche Agent Karl Neufeld wird in den Sudan gesandt.

Apr. 1916

Deutsche Agenten drängen den mexikanischen Rebellen Villa (Convencionistas) zu einem Angriff auf die Erdölfelder von Tampico. Villa lehnt ab.

Apr. 1916

Eine deutsche Waffenlieferung an die irischen Separatisten der „Familie der Gälen“ (CNG) wird vor Queenstown von den Briten aufgehalten. Der irische Separatistenführer Casement verabredet unterdessen mit dem Auswärtigen Amt in Berlin die Aufstellung einer „Irischen Brigade“ aus britischen Kriegsgefangenen irischer Herkunft, die in Limburg an der Lahn für den Krieg gegen Großbritannien gedrillt werden sollen.

21. Apr. 1916

Die Kriegszielforderungen von deutscher Industrie und Parteien werden verfasst.

Mai 1916

Das deutsche Auswärtige Amt lässt von der schweizerischen Hauptstadt Bern und der schwedischen Hauptstadt Stockholm aus „Aufrufe der unterdrückten Nationen Russlands“ an den amerikanischen Präsidenten Wilson (Democratic Party) schicken. Unterzeichner sind so genannte „Unabhängigkeitsausschüsse“ der finnischen, georgischen, jüdischen, lettischen, litauischen, moslemischen, polnischen und ukrainischen Bevölkerung Russlands.

Jun. 1916

Der abgesetzte Sultan von Darfur, im britisch-ägyptischen Kondominium Sudan, Ali Ibn Zakariya, erklärt den Jihad auf Seiten Deutschlands.

„Der Herrscher von Darfur im Südwesten des Sudan verfügt über eine stattliche Truppenmacht, die durch Tapferkeit sich auszeichnet und von feindlicher Gesinnung gegen England erfüllt ist. Der heilige Krieg scheint hier sorgsam vorbereitet zu sein. Hoffen wir, dass der Kampf gegen Ägypten durchgeführt werden kann, und auch hier Englands Weltmachtstellung erschüttert wird.“ ― „Vorwärts zum Sieg“, deutsche Zeitschrift, Mai 1916

Jun. 1916

Ein deutscher Agent schlägt dem mexikanischen Kommandanten Venustiano Carranza („Nationale Anti-Wiederwahl-Partei“ – PNA) die Dienste von 32 deutschen Offizieren im Gegenzug für die Überlassung der San-Antonio-Lizardo-Halbinsel vor.

Jul. 1916

Erneuter deutsch-türkischer Angriff auf den Suways-Kanal.

Deutsche Truppen in Ägypten

„Beide [= Heligoland-Insel und Bağdat] gehören innerlich zusammen, so fern sie äußerlich einander liegen – als die beiden Marksteine, die die deutsche Entwicklung braucht und setzt, über die sich durch die deutsche Arbeit einer Generation das Gewölbe fügen soll – das heutige Mitteleuropa.“ ― Ernst Jäckh, deutscher Geostratege, 14. Jul. 1916 (Deutsche Politik 25/1916)

Jäckh

Ein Vordenker des deutschen Imperialismus

 

„An die Stelle des alten Schlachtrufs Von der Maaß bis an die Memel tritt heute der neue Schlachtruf: Von Hamburg bis Bagdad.“ ― Konrad Haenisch (SPD), deutscher Abgeordneter, 1916 (Kratz, Rechte Genossen, www.peter-kratz.de)

29. Jul. 1916

Deutsche Agenten sprengen ein Waffendepot der amerikanischen Streitkräfte auf der Black-Tom-Insel in New Jersey.

„Mit dankbarer Genugtuung hat es uns erfüllt, dass bei der großen Munitionsexplosion bei New York folgendes in die Luft geflogen […] ist: 200,000 Granaten, 25,000 schwere Lydditbomben, 25-30,000 Kisten Infanteriemunition. 42 Millionen Kilogramm Kupfer, 1 1/2 Millionen Kilogramm Schweinefleisch, 26 Eisenbahnwagen sind nebenbei auch vernichtet, dazu 60,000 Privat- und Parkhäuser schwer beschädigt, Fensterscheiben im Werte von mehreren Millionen zertrümmert; der Gesamtschaden wird auf mehr als 50 Millionen Dollar geschätzt. Möge es für Amerika eine heilsame, unvergesslich harte Lektion sein!“ ― „Vorwärts zum Sieg“, deutsche Zeitschrift, Aug. 1916

 

„Der Hass gegenüber den Amerikanern wächst täglich, falls er überhaupt noch größer werden kann.“ ― James Gerard, amerikanischer Botschafter in Deutschland, Sep. 1916 (Gerard, Face to Face with Kaiserism, www.gwpda.org)

Jul. 1916

Der so genannte „San-Diego-Plan“ wird der amerikanischen Regierung bekannt, dessen Hauptinitiator der deutsche Konsul Pablo Burchard ist. Darin wird die „Revolutionierung“ der US-Staaten Arizona, California, Colorado, Nevada, New Mexico, Oklahoma und Texas als Ziel angegeben. Diese sollten sich nach deutschem Wunsch von den USA lösen und als „unabhängige Republik von Mexikanern, Negern und Indianern“ konstituieren. Dieses Gebilde sollte sich mit Mexiko verbünden und bei der „Revolutionerung“ der afro-amerikanischen Bevölkerung in sechs weiteren Staaten der USA behilflich sein.

12. Aug. 1916

Deutsch-österreichische Beratungen über die Zukunft des besetzten russischen Königreichs Polša zwischen Kanzler Bethmann und Außenminister Stefan Burián. Das Land soll nach dem Krieg als Marionettenstaat ein Militär unter deutscher Führung erhalten und Teil des deutschen Zollgebiets werden.

27. Aug. 1916

Deutsche Kriegserklärung an Rumänien.

„Der Landweg über Mitteleuropa wird […] der Umweg zu Übersee. Das ist die Bedeutung des einzigen und letzten Weges in die Welt: ob wir wollen oder nicht – wir müssen diesen Weg gehen, suchen und sichern.“ ― Ernst Jäckh, deutscher Geostratege, 14. Jul. 1916 (Deutsche Politik 25/1916)

 

„Einmal müssen wir alles daransetzen, die militärische Lage noch mehr zu unseren Gunsten zu gestalten. Unsere braven Parteigenossen, die draußen in treuer Kameradschaft mit unserer gesamten Wehrmacht Übermenschliches an Ausdauer und Tapferkeit leisten, fördern damit den Frieden. […] Zum zweiten gilt es, die Widerstandskraft der Bevölkerung in der Heimat aufrecht zu erhalten, alles zu tun, was den festen Zusammenhalt des deutschen Volkes in diesem furchtbaren Ringen um seine nationale Existenz und Entwicklungsfreiheit fördert.“ ― Eduard David (SPD), deutscher Abgeordneter, Jul. 1915 (Vorwärts zum Sieg 13/1915)

28. Aug. 1916

Italien tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

28. Aug. 1916

Deutscher Angriff auf Rumänien.

„Deutschland hat ein wahres Lebens-Interesse daran, sich eine freie Bahn nach Südwest-Asien zu schaffen.“ ― „Die Gegenwart“, deutsche Zeitschrift, 12. Okt. 1895

 

„Die Deutsche Not und Notwendigkeit zwingt südostwärts.“ ― Ernst Jäckh, deutscher Geostratege, 14. Jul. 1916 (Deutsche Politik 25/1916)

29. Aug. 1916

Paul von Hindenburg wird deutscher Generalstabschef. Erich Ludendorff wird sein Generalquartiermeister.

27. Sep. 1916

Der prodeutsche äthiopische Kaiser Iyasu V. wird gestürzt.

29. Okt. 1916

Hermann von Stein wird preußischer Kriegsminister.

5. Nov. 1916

Bildung des deutschen Marionettenstaats „Königreich Polen“. Im Glauben an eine wirkliche Unabhängigkeit kämpft nun auch eine „Polnische Legion“ für die Reichswehr.

„Der Sieg und als Preis der erste Platz in der Welt ist […] unser, wenn es gelingt, Russland rechtzeitig zu revolutionieren und dadurch die Koalition zu sprengen.“ ― Ulrich von Brockdorff-Rantzau, deutscher Botschafter in Dänemark, 6. Dez. 1915 (Lynar, Deutsche Kriegsziele, S. 29 f)

Brockdorff

Deutscher Außenstaatssekretär 1918-19

Deutscher Außenminister 1919

Nov. 1916

Der mexikanische Kommandant Carranza (PNA) bietet Deutschland ein Bündnis gegen die USA an.

Carranza

Mexikanischer Kommandant 1915-17

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

„Trotz der britischen Drohung mit Vergeltungsmaßnahmen wird Carranza doch unseren U-Booten helfen und ihnen schließlich einen ständigen Stützpunkt an der mexikanischen Küste zur Verfügung stellen.“ ― Felix von Eckhardt, deutscher Botschafter in Mexiko, Nov. 1916 (Tuchman, The Zimmermann Telegram, S. 109)

22. Nov. 1916

Arthur Zimmermann wird deutscher Außenstaatssekretär.

25. Nov. 1916

Griechenland tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

6. Dez. 1916

Deutscher Einmarsch in der rumänischen Hauptstadt Bucareşti.

 

Deutsche Truppen in Rumänien

12. Dez. 1916

Ein indirektes „Friedensangebot“ Deutschlands wird an die Entente gerichtet. Den neutralen Staaten wird Deutschlands Bereitschaft erklärt, „alsbald in Friedensverhandlungen einzutreten“. Sollte die Entente ablehnen könnte die Schuld am andauernden Krieg auf diese abgeladen werden. Sollte sie annehmen, sieht ein Plan Kanzler Bethmanns vor, die Entente auf einer „Friedenskonferenz“ zu spalten. Bereits im Nov. 1916 hatten sich Deutschland und Österreich-Ungarn auf ihre Forderungen für eine derartige Konferenz geeinigt: ein umfangreiches Annexionsprogramm. Die Entente fällt nicht auf den Schwindel herein.

11. Jan. 1917

Deutsche Agenten zünden den „Canadian Car and Foundry Plant“ im amerikanischen Kingsland an.

14. Jan. 1917

Im von Deutschland proklamierten „Königreich Polen“ wird eine Marionettenregierung unter Staatsratschef Wacław Niemojowski eingesetzt.

17. Jan. 1917

Das so genannte „Zimmermann-Telegramm“ wird vom britischen „Marinenachrichtenamt“ abgefangen. In dem Kabel von Außenstaatssekretär Zimmermann an die deutsche Botschaft in Washington bietet Deutschland der mexikanischen Regierung unter Kommandant Carranza (PNA) ein Bündnis gegen die USA an und verspricht Mexiko die „Rückeroberung“ der US-Staaten Arizona, New Mexico und Texas. Außerdem wird der Kriegseintritt Japans auf Seiten der „Mittelmächte“ in Aussicht gestellt. In Mexiko arbeitet der deutsche Hauptmann Richard Schwiertz bereits Pläne für einen deutsch-mexikanischen Angriff auf das amerikanische San Diego aus.

[Wir] schlagen […] Mexiko auf folgender Grundlage [ein] Bündnis vor. Gemeinsam Krieg führen. Gemeinsam Friedensschluss. Reichliche finanzielle Unterstützung und Einverständnis unsererseits, dass Mexiko in Texas, Neu-Mexiko, Arizona früher verloren[es] Gebiet zurückerober[t].“ ― Arthur Zimmermann, deutscher Außenstaatssekretär, in seinem Telegramm an die deutsche Botschaft in den USA, 16. Jan. 1917 (Tuchman, The Zimmermann Telegram, S. 185 f)

 

„Falls es Ärger gibt, befinden sich eine halbe Million geschulte Deutsche in Amerika, die sich mit den Iren zusammenschließen werden, um eine Revolution zu beginnen.“ ― Arthur Zimmermann, deutscher Außenstaatssekretär, gegenüber dem amerikanischen Botschafter James Gerard, 1917 (Tuchman, The Zimmermann Telegram, S. 108)

18. Jan. 1917

Im besetzten russischen Gouvernement Vilno wird unter deutscher Federführung ein Kongress abgehalten, der die Unabhängigkeit Vilnos und des Gouvernements Kovno als „Lietuva“ von Russland fordert.

1. Feb. 1917

Deutschland kehrt zum „uneingeschränkten U-Boot-Krieg“ zurück.

„Die Gelegenheit für den U-Boot-Krieg ist so günstig wie kaum jemals. Wir können ihn führen und müssen ihn führen.“ ― Paul von Hindenburg, deutscher Generalstabschef, 10. Jan. 1917 (Krummacher, Die Weimarer Republik, S. 26)

Hindenburg

Deutscher Generalstabschef 1916-18

Deutscher Präsident 1925-34

Frühjahr 1917

Die deutsche Regierung beauftragt den Abgeordneten Scheidemann (SPD) mit der Planung einer „internationalen Sozialistenkonferenz“ in der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Ziel ist die Gewinnung der russischen „Sozialrevolutionären Partei“ (SRP) und der „Russischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei (Minderheitler)“ (RSDRP(M)) für einen Separatfrieden mit Deutschland.

Mär. 1917

Beginn des Unternehmens „Alberich“ der deutschen Reichswehr in Frankreich zur „Begradigung“ der deutschen Westfront. Im Zug dieser Bewegung wird in einem Gürtel von 15 km Breite eine Politik der verbrannten Erde betrieben. Dörfer, Brücken, Straßen, Schienen, Brunnen etc. werden zerstört und die Bevölkerung deportiert.

Deutscher Vernichtungskrieg in Frankreich

Zerstörte Infrastruktur bei Albert

„Große Gebietsstreifen wurden zu einem toten Gelände gestaltet, das einen grauenvollen Wall der Leere bietet. Kein Dorf, kein Gehöft blieb erhalten in diesem Glacis – keine Straße blieb fahrbar, keine Brücke, kein Schienenstrang und kein Bahndamm blieben bestehen. […] Vor unseren neuen Stellungen zieht als ein ungeheures Band ein Reich des Todes.“ ― Karl Rosner, deutscher Journalist der Tageszeitung „Berliner Tageblatt“, über das Unternehmen „Alberich“, Mär. 1917

12. Mär. 1917

Bürgerliche „Februarrevolution“ in Russland.

15. Mär. 1917

Mit dem Ziel, Russland nach der „Februarrevolution“ weiter zu destabilisieren, befiehlt der deutsche Außenstaatssekretär Zimmermann der Botschaft in Schweden, finnische Separatisten zur sofortigen Erklärung der Unabhängigkeit aufzufordern.

„Gegenwärtige Lage in Russland sofort zu energischer Aktion Finnlands zu benutzen. Augenblick für Proklamierung finnischer Selbständigkeit erscheine gekommen.“ ― Arthur Zimmermann, deutscher Außenstaatssekretär, gegenüber der deutschen Botschaft in Schweden, 15. Mär. 1917 (Lynar, Deutsche Kriegsziele, S. 71)

6. Apr. 1917

Die USA treten aufgrund des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Kriegs und der folgenden Versenkung amerikanischer Handelsschiffe, des „Zimmermann-Telegramms“ und der andauernden Sabotageaktionen deutscher Agenten in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein. In den deutschen Medien beginnt eine antiamerikanische Propagandakampagne in der Präsident Wilson (Democratic Party) – genau wie McKinley 1898 – u.a. „Kriegstreiberei“, „Dummheit“ und „Fundamentalismus“ vorgeworfen wird.

„Alle Gründe Wilsons für Amerikas Eintritt in den Krieg [waren] Scheingründe, er [hat] vielmehr lediglich im Interesse der mächtigen Hochfinanz der Wallstreet gehandelt.“ ― Wilhelm II., ehemaliger deutscher Kaiser, 1922 (Wilhelm II., Ereignisse und Gestalten, S. 271)

 

„In diesem Kriege handelt es sich um ein furchtbares Unternehmen des internationalen Kapitalismus. Ganz planmäßig hat ein kleiner Kreis von Großkapitalisten in London, Paris und New York den Krieg vorbereitet.“ ― „Vorwärts zum Sieg“, deutsche Zeitschrift, Jul. 1918

 

„Die jüdische Finanz hat Amerika in den Krieg gehetzt, um Kriegs- und Börsengewinne zu machen.“ ― Alfred Rosenberg, NSDAP-Chefideologe, 1923 (Rosenberg, Die Protokolle der Weisen von Zion und die jüdische Weltpolitik, Einleitung)

8. Apr. 1917

Panama tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

10. Apr. 1917

Kuba tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

Apr. 1917

Mit dem Ziel, Russland nach der „Februarrevolution“ weiter zu destabilisieren, erlauben deutsche Regierung und OHL die Durchreise des RSDRP(B)-Chefs Vladimir Lenin von seinem Exil in der Schweiz nach Petrograd, in einem verplombten Eisenbahnwaggon.

[Es ist] in unserem Interesse, […] dass der Einfluss des radikalen Flügels [der russischen Revolutionäre] überwiegt.“ ― Arthur Zimmermann, deutscher Außenstaatssekretär, 23. Mär. 1917 (Lynar, Deutsche Kriegsziele, S. 76)

 

„Lenins Eintritt nach Russland geglückt. Er arbeitet völlig nach Wunsch.“ ― Der Leiter der deutschen Spionage in Schweden an seine Vorgesetzten in Berlin, 17. Apr. 1917 (Krummacher, Die Weimarer Republik, S. 27)

17. Mai. 1917

Eine deutsch-österreichische Konferenz findet in Bad Kreuznach statt.

Mai 1917

Der österreichische Erzherzog Karl von Habsburg-Lothringen wird designierter König des deutschen Marionettenstaats „Königreich Polen“.

Mai 1917

Der deutsche Admiralstab fordert Marinestützpunkte im albanischen Vlorë, den französischen Kolonien Nouvelle Calédonie, Réunion, Sénégal und Tahiti, den portugiesischen Distrikten Angra de Heroismo, Horta und Ponta Delgada, der portugiesischen Kolonie Timor Leste und im türkischen Iskenderun.

15. Jul. 1917

Mit Georg Michaelis wird der Kandidat der OHL zum deutschen Kanzler und preußischen Ministerpräsidenten ernannt.

19. Jul. 1917

Eine Resolution für einen „Ausgleichsfrieden“ wird im deutschen Reichstag beschlossen.

„Der Ausgleich besteht aber darin, dass wir von den Feinden Geld, Rohstoffe, Baumwolle, Minette, Öle wegnehmen und aus ihrer Tasche in unsere überführen.“ ― Wilhelm II., deutscher Kaiser, 19. Jul. 1917 (Erzberger, Erlebnisse im Weltkrieg, S. 266)

 

„Solange die feindlichen Regierungen Deutschland und seine Verbündeten mit Eroberung und Vergewaltigung bedrohen, wird das deutsche Volk wie ein Mann zusammenstehen, […] unerschütterlich ausharren und kämpfen, bis sein und seiner Verbündeten Recht auf Leben und Entwicklung gesichert ist.“ ― Aus einem Resolutionsantrag der SPD im deutschen Reichstag, 1917 (Kratz, Rechte Genossen, www.peter-kratz.de)

21. Jul. 1917

Der deutsche Generalquartiermeister Ludendorff unterbreitet Kanzler Michaelis seine „Litauische Politik“. Es sollen „Landesräte“ in den besetzten russischen Gouvernerments Kovno, Kurljandja und Vilno eingerichtet werden, die die Abtrennung dieser Gebiete von Russland vorbereiten sollen.

22. Jul. 1917

Siam tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

1. Aug. 1917

Unter deutscher Besatzung tritt im russischen Gouvernement Vilno ein Komitee zusammen, das einen „Litauischer Nationaltag“ vorbereitet.

4. Aug. 1917

Liberia tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

6. Aug 1917

Richard von Kühlmann wird deutscher Außenstaatssekretär.

14. Aug. 1917

China tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

Aug. 1917

Entsendung des deutschen „Expeditionskorps Pascha II“ als „Asienkorps“ im Unternehmen „Blitz“ in die Türkei.

18. Sep. 1917

Der zu 60% aus Vertretern der deutschen Oberschicht im deutsch besetzten russischen Gouvernement Kurljandija bestehende „Kurländische Landesrat“ konstituiert sich in Elgava und fordert ein „unabhängiges Herzogtum Kurland“ unter dem deutschen Kaiser als Herzog.

18. Sep. 1917

Unter deutscher Besatzung tritt im russischen Gouvernement Vilno ein „Litauischer Landestag“ zusammen, der einen „Landesrat“ wählt. Dieser fordert sofort ein unabhängies „Lietuva“.

„Deutschland sollte bald ein unabhängiges Litauen schaffen.“ ― Matthias Erzberger (Zentrum), deutscher Abgeordneter, Jul. 1917 (Erzberger, Erlebnisse im Weltkrieg, S. 185)

Okt. 1917

Das deutsche „Asienkorps“ gibt sein ursprüngliches Ziel einer Rückeroberung Bağdats von den Briten auf und wird zur Frontsicherung in den türkischen Regierungsbezirk Beyrut und den Unterbezirk Yerelmasi gesandt. Unterstützt werden die Truppen dort von der Organisation „Deutscher Tempel“.

„Ich kann mir […] nicht vorstellen, wie wir unsere Aufgabe auf dem palästinensischen Kriegsschauplatz hätten lösen können, ohne die praktische und moralische Unterstützung unserer deutschen Landsleute in Palästina.“ ― Otto Kress, ehemaliger deutscher Oberstleutnant, 1938 (Kress, Mit den Türken zum Suezkanal)

 

„Die Zeit wird einst kommen, in der das Samenkorn deutscher Kultur, von dem Blut des Weltkrieges gedüngt, im Orient aufgehen wird, um wenigstens in wirtschaftlicher Beziehung für Deutschland Frucht zu tragen.“ ― … Steuber, ehemaliger Obergeneralarzt im deutschen „Asienkorps“, 1925 (Steuber, Jildirim, S. 174)

Ende 1917

Die OHL übergibt dem deutschen Auswärtigen Amt eine Denkschrift über Propaganda im Osten. Es wird gefordert, „die finnische, estnische, livische, ukrainische und rumänische Presse schnellstens in die Hand zu nehmen“.

26. Okt. 1917

Brasilien tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

28. Okt. 1917

Eine Sitzung von durch den deutschen Agenten Herbert Volck angeworbenen antirussischen Gruppen findet im Gebiet Sakavkase statt. Das Kommando über eine prodeutsche Meuterei in der russischen Provinz Baku übernimmt General Ali Alijev.

„Eine allgemeine, von Partei- und Stammesgezänk nicht gestörte Erhebung des gesamten Kaukasus vorausgesetzt, könnten wir mit über einer halben Million mit modernen Magazingewehren bewaffneter Aufständischer […] rechnen.“ ― Herbert Volck, deutscher Agent im russischen Gebiet Sakavkase, 1918 (Volck, Öl und Mohammed, S. 126)

7. Nov. 1917

Sozialistische „Oktoberrevolution“ in Russland.

25. Nov. 1917

Deutscher Angriff auf die portugiesische Kolonie Moçambique vom besetzten Tanganyika aus. Bis Sep. 1918 rücken deutsche Truppen fast bis zur Sambesi-Mündung vor, bevor sie sich zurückziehen müssen.

„Wir gebrauchen ein großes […] Kolonialreich quer durch Afrika, mit Marinestützpunkten an den Küsten des Indischen und Atlantischen Ozeans. […] Besonders wichtig ist das Katangagebiet wegen seines Reichtums an Kupfer und sonstigen Erzen.“ ― Erich Ludendorff, deutscher Generalquartiermeister, 23. Dez. 1917 (Markov, Probleme des Neokolonialismus, S. 18 f)

Nov. 1917

Waffenstillstand zwischen Deutschland und Sowjetrussland.

2. Dez. 1917

Georg von Hertling (Zentrum) wird deutscher Kanzler und preußischer Ministerpräsident.

3. Dez. 1917

Beginn der „Friedensverhandlungen“ Deutschlands mit Sowjetrussland in Brest-Litovsk.

11. Dez. 1917

Unabhängigkeitserklärung „Lietuvas“ von Sowjetrussland unter deutscher Besatzung durch den „Landesrat“. Das Gebilde umfasst die besetzten sowjetrussischen Gouvernements Kovno und Vilno.

13. Dez. 1917

Die Denkschrift „Wünsche der Eisenindustrie zum Friedensschluss mit Russland“ wird an den deutschen Generalstabschef Hindenburg übergeben. Dieser fordert gleichzeitig in einer geheimen Denkschrift an Kanzler Hertling (Zentrum) die Verpachtung der Küste Belgiens an Deutschland bis 2016.

„Zu keiner Zeit während des Krieges [hat] die gewaltsame Angliederung Belgiens an Deutschland ein[en] Programmpunkt der deutschen Politik gebildet.“ ― Georg von Hertling (Zentrum), deutscher Kanzler, 24. Jan. 1918 (Bredt, Der Deutsche Reichstag im Weltkrieg, S. 301)

Hertling

Deutscher Kanzler 1917-18

Preußischer Ministerpräsident 1917-18

 

„Belgien ist kein Staat, der natürlich erwachsen ist, sondern ein künstlich zusammengelegter Staat, bei dem die Flamen unterdrückt sind.“ ― Gustav Roesicke (DKP), deutscher Abgeordneter, 25. Feb. 1918 (Bredt, Der Deutsche Reichstag im Weltkrieg, S. 305)

22. Dez. 1917

Der „Rat“ des belgischen Gebiets Vlaanderen erklärt die Unabhängigkeit von Belgien als deutscher Marionettenstaat unter Ratspräsident Willem de Vreese. Deutschland erkennt die Abspaltung nicht an.

Jan. 1918

In Mexiko beginnt der deutsche Agent Kurt Jahnke seinen Plan für Terroraktionen über die amerikanische Grenze. Zu seinen Vorhaben gehört – in Zusammenarbeit mit der Organisation „Industriearbeiter der Welt“ (IWW) – die Initiierung von Streiks in den grenznahen Kupferminen sowie die Aufstachelung der afro-amerikanischen Kavallerie im US-Staat Arizona zur Meuterei.

7. Jan. 1918

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. stellt klar, dass sich Deutschland im Fall einer britischen Kapitulation Ägypten und die Kronkolonien Gibraltar und Malta sichern wird.

10. Jan. 1918

Auf deutsche Veranlassung erklären die Vertreter des ukrainischen „Zentralrats“ bei den Verhandlungen von Brest-Litovsk ihre Unabhängigkeit von Sowjetrussland. Man werde mit Deutschland einen Separatfrieden abschließen.

„Die Bildung neuer uns genehmer politischer Kombinationen ist das wichtigste diplomatische Kriegsziel. Als schwächstes Glied in der feindlichen Kette erschien der russische Ring. Es galt deshalb ihn zu lockern und, wenn möglich, herauszulösen.“ ― Richard von Kühlmann, deutscher Außenstaatssekretär, 1. Dez. 1917 (Lynar, Deutsche Kriegsziele, S. 52 f)

Kühlmann

Deutscher Außenstaatssekretär 1917-18

 

„Wir haben dadurch, [= die Separation der Ukraina] wie der Kanzler sagte, ein zweites Eisen im Feuer.“ ― „Vorwärts zum Sieg“, deutsche Zeitschrift, Feb. 1918

12. Jan. 1918

Deutschland erkennt die separatistische „Ukrainische Volksrepublik“ an. General Max Hoffmann hält am selben Tag seine „Faustschlag-Rede“ gegenüber der sowjetrussischen Delegation in Brest-Litovsk. Darin stellt er klar, dass das Schicksal der sich unabhängig erklärten sowjetrussischen Randstaaten in deutscher Hand liege.

9. Feb. 1918

Der „Zentralrat“ der separatistischen „Ukrainischen Volksrepublik“ schließt im russischen Brest-Litovsk mit Deutschland einen Separatfrieden.

10. Feb. 1918

Deutsches Ultimatum an die sowjetrussische Regierung zur Annahme des „Friedens“ von Brest-Litovsk. Die Verhandlungen werden abgebrochen.

12. Feb. 1918

Die amerikanische Regierung erhält Berichte über die Aktivitäten des deutschen Agenten Jahnke in Mexiko. Er arbeitet mit seinen Komplizen am Aufbau deutscher U-Boot-Anlegestellen bei Mazatlan und Manzanillo.

13. Feb. 1918

Beratung der deutschen Regierung mit der OHL in Bad Homburg nach Scheitern der Verhandlungen von Brest-Litovsk. Ein „kurzer, starker Schlag“ gegen Sowjetrussland wird für den 18. Feb. 1918 beschlossen. Zuvor sollen bestellte „Hilferufe“ aus Helsingfors, Kijev und Riga dem Angriff den Charakter einer „Polizeiaktion“ verleihen.

„Wir müssen […] alles auf […] den Auseinanderfall Russlands [setzen], der durch die Abdrängung von der Ostsee begünstigt würde. […] Je weiter denn unser Machtbereich gegen Osten vorgeschoben ist, desto besser für uns.“ ― Botho von Wedel, deutscher Botschafter in Österreich-Ungarn, 10. Feb. 1918 (Lynar, Deutsche Kriegsziele, S. 81)

16. Feb. 1918

Gründung des Marionettenstaats „Königreich Lietuva“ durch den prodeutschen „Staatsrat“ auf besetztem sowjetrussischem Gebiet der Gouvernements Kovno und Vilno.

„Schutz der unterdrückten osteuropäischen Völker gegen die zerstörerischen Kräfte des Bolschewismus. […] Deutschland [hat die] Pflicht, als Nachbar hier im Namen Europas Ordnung und Freiheit zu schaffen.“ ― Hans von Haeften, Stabsabteilungschef beim deutschen Generalstabschef, über die deutschen Russland-Pläne, 3. Jun. 1918 (Opitz, Europastrategien des deutschen Kapitals, S. 449)

16. Feb. 1918

Im deutsch besetzten separatistischen „Lietuva“ wird der „Landesrat“ zum „Staatsrat“.

18. Feb. 1918

Deutscher Angriff auf Sowjetrussland.

„Werden auch die von mir angeführten russischen Gebiete einverleibt, dann würde der deutsche Staat ein Bahnnetz von ungeheurer Ausdehnung, das von Calais-Ostende über Brüssel-Lüttich-Köln-Berlin-Königsberg-Petersburg bzw. Berlin-Moskau-Odessa-Rostow mit normaler Spurweite reicht, beherrschen, und sich einen ständigen Abnehmer für einen großen Teil seiner Kohlenproduktion gesichert haben.“ ― August Thyssen, deutscher Unternehmer, Sep. 1914 (Opitz, Europastrategien des deutschen Kapitals, S. 223)

23. Feb. 1918

Erneutes deutsches Ultimatum an die sowjetrussische Regierung zur Annahme des „Friedens“ von Brest-Litovsk. General Hoffmann korrespondiert unterdessen mit dem deutschen Militärattaché in Sowjetrussland und teilt diesem mit, dass zwei deutsche Batallione ausreichen würden, um in Moskva „Ordnung zu schaffen“. Als Staatsoberhaupt eines deutsch besetzten Russlands sieht Hoffmann den ehemaligen Großfürsten Pavel Romanov.

23. Feb. 1918

Der deutsche Agent Volck bringt im „Großen Hauptquartier“ in Bad Kreuznach Generalstabschef Hindenburg und Generalquartiermeister Ludendorff seinen Plan eines prodeutschen Aufstands im Gebiet Sakavkase gegen Sowjetrussland und die Eroberung der Erdölfelder von Grosnij und Baku für die Mittelmächte näher.

24. Feb. 1918

Ein „Rettungskomitee“ erklärt die Unabhängigkeit der Provinz Estonija von Sowjetrussland. Einen Tag später haben deutsche Truppen ganz Estonija besetzt.

1. Mär. 1918

Deutscher Einmarsch in der russischen Stadt Kijev und Wiedereinsetzung des „ukrainischen“ „Zentralrats“ unter dessen Chef Michailo Hruševskij („Ukrainische sozialistisch-revolutionäre Partei“ – USRP).

 

Deutsche Truppen in der „Ukrainischen Volksrepublik“

3. Mär. 1918

Ein „Frieden“ mit Sowjetrussland wird in Brest-Litovsk abgeschlossen. Deutsche Annexion der besetzten sowjetrussischen Gouvernements Estonija, Kovno und Vilno und der autonomen Sowjetrepublik Latvija. Teile des Gouvernements Lifljandija, die laut Vertrag bei Sowjetrussland bleiben sollen, werden trotzdem durch eine deutsche „Polizeitruppe“ besetzt.

Unterzeichnung in Brest-Litovsk

„Will der deutsche Imperialismus dem Ansturm der Demokratie mit ihrem Anspruch auf Weltverbesserung Stand halten, so muss er sich ethisch fundamentieren. Wir können nunmehr getrost Menschheitsziele in unser Programm aufnehmen. Das Recht war mit uns als wir das russische Reich in Stücke schlugen; das Recht war mit uns als wir den befreiten Völkern ihre nationale Freiheit verbürgten.“ ― Max von Baden, badischer Thronfolger, in seiner „Denkschrift über den ethischen Imperialismus“, 20. Mär. 1918 (Opitz, Europastrategien des deutschen Kapitals, S. 436 f)

Baden

Deutscher Kanzler 1918

Preußischer Ministerpräsident 1918

 

„Ich will für den nächsten Krieg gegen Russland den Raum für die Bewegungen des deutschen linken Flügels sichern.“ ― Paul von Hindenburg, deutscher Generalstabschef, über die Gebietsforderungen in Brest-Litovsk, Feb. 1918 (Kühlmann, Erinnerungen, S. 517)

Mär. 1918

Ein Vertrag Deutschlands mit der ukrainischen Marionettenregierung des „Zentralrats“ wird abgeschlossen.

 

Unterzeichnung in Kijev

Mär. 1918

In den Verhandlungen mit Rumänien über einen separaten Waffenstillstand mit den Mittelmächten versucht Deutschland die Annexion der Hafenstadt Constanţa durchzusetzen. Dies scheitert letztlich am Widerstand der Verbündeten Bulgarien und Türkei.

5. Mär. 1918

Deutsche Besetzung der sowjetfinnischen Åland-Inseln.

8. Mär. 1918

Der deutsche „Landesrat“ der besetzten autonomen Sowjetrepublik Latvija bittet als „Herzogtum Kurland“ um eine Personalunion mit dem deutschen Kaiser.

9. Mär. 1918

Unter deutscher Besatzung erklärt ein „Großrat“ die Unabhängigkeit der „Belarussischen Republik“ von Sowjetrussland.

15. Mär. 1918

Deutschland erkennt die Unabhängigkeit des von ihm besetzten Marionettenstaats „Herzogtum Kurland“ von Sowjetrussland an.

20. Mär. 1918

Die „Denkschrift über den ethischen Imperialismus“ des badischen Thronfolgers Max von Baden wird an den deutschen Kanzler Hertling (Zentrum) gesandt.

„Neu entstehende Staatsgebilde bedürfen der Anlehnung und des Schutzes. […] Wir sind ihre Nachbarn und Befreier.“ ― Max von Baden, badischer Thronfolger, in seiner „Denkschrift über den ethischen Imperialismus“, 20. Mär. 1918 (Opitz, Europastrategien des deutschen Kapitals, S. 437)

23. Mär. 1918

Erstmals kommt die deutsche „Paris-Kanone“ zum Einsatz. Diese von der Firma „Krupp“ gebaute „Wunderwaffe“ kann die französische Hauptstadt aus 80 km Entfernung treffen.

„Die Zerschlagung Frankreichs ist die Etappe, über die allein der Weg zu neuer Seegeltung, Welthandelspolitik, Kolonialbesitz geht. Nur dann kann auch England geschlagen und die europäische Kolonisation an unseren Grenzen durchgeführt werden.“ ― Hans von Haeften, Stabsabteilungschef beim deutschen Generalstabschef, 3. Jun. 1918 (Opitz, Europastrategien des deutschen Kapitals, S. 447 f)

 

„Elsass-Lothringen ist deutsches Land und bleibt es. Dass, was deutsch ist, in deutschem Besitze bleibt, ist eine Selbstverständlichkeit.“ ― Philipp Scheidemann (SPD), deutscher Abgeordneter, über die weitere Zukunft der besetzten französischen Ämter Bas-Rhin, Haut-Rhin und Moselle, Jan. 1918 (Bredt, Der deutsche Reichstag im Weltkrieg, S. 227)

Scheidemann

Deutscher Kolonialstaatssekretär 1918-19

Deutscher Ministerpräsident 1919

23. Mär. 1918

Deutschland erkennt die separatistische „Republik Lietuva“ an.

25. Mär. 1918

Der „Großrat“ der separatistischen „Belarussischen Republik“ gründet unter deutscher Besatzung den Marionettenstaat „Belarussische Volksrepublik“ unter Ratspräsident Josif Lyosik.

„Wir durften nicht erobern, sondern wir mussten gewinnen, indem wir den Kleinstaaten […] die Gewissheit brachten, dass ihre Freiheit, die auch in unserem Interesse lag, zuverlässig gegen die angelsächsische Allgewalt geschützt würde. […] Erst die kräftige, aber friedliche Unterstützung der nichtangelsächsischen Völker in ihrer Freiheit gab unserem Machtzuwachs die weltpolitische Berechtigung und Aussicht auf Dauer.“ ― Alfred von Tirpitz, ehemaliger deutscher Marinestaatssekretär, 1919 (Tirpitz, Erinnerungen, S. 156 f)

Frühjahr 1918

Der deutsche Kolonialstaatssekretär Solf stimmt den Forderungen des DKV nach einem zusammenhängenden deutschen Gebiet in Afrika zu. Nach diesen Forderungen sollen deutsch werden: die „Flussgebiete des Senegal und Niger und südlich von diesen bis zum Meere“. Außerdem die britischen Protektorate East Africa und Northern Rhodesia, die britische Kolonie Uganda, die französischen Kolonien Madagascar und Somaliland und der Norden der portugiesischen Kolonie Moçambique.

„Deutschland muss […] ein starkes Kolonialreich gewinnen. […] Ein Mittelafrika im Anschluss an Deutsch-Ostafrika und Kamerun […]: Britisch-Ostafrika, Uganda und das Land bis zum Nil, Kongostaat.“ ― „Vorwärts zum Sieg“, deutsche Zeitschrift, Mär. 1917

3. Apr. 1918

Deutsche Intervention in Sowjetfinnland.

Deutsche Truppen in Sowjetfinnland

„Es ist der gleiche geopolitische Zwang, der uns zu friedlicher Betätigung nach Südosten über den Balkan in die Türkei, der uns nach Nordosten über die Ostseeprovinzen hinweg, weiter nach Finnland zieht.“ ― Richard Pohle, deutscher Geostratege, 1917 (Pohle, Westrussland in seiner Bedeutung für die Entwicklung Mitteleuropas, S. 3)

10. Apr. 1918

Deutscher Angriff auf Liberia mit Beschießung der Hauptstadt Monrovia.

12. Apr. 1918

Der deutsche „Landesrat“ in den besetzten sowjetrussischen Gouvernements Estonija, Kurljandja und Lifljandija unter Adolph Pilar proklamiert den „Baltischen Staat“ als deutsches Marionettengebilde. Kaiser Wilhelm II. soll Herzog werden.

13. Apr. 1918

Deutscher Einmarsch in der sowjetfinnischen Hauptstadt Helsingfors.

21. Apr. 1918

Die Sowjetrepublik Tavrida wird von den deutschen Besatzungstruppen in Sowjetrussland aufgelöst.

23. Apr. 1918

Guatemala tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

23. Apr. 1918

Ein Wirtschaftsvertrag Deutschlands mit der separatistischen „Ukrainischen Volksrepublik“ wird abgeschlossen.

29. Apr. 1918

Die Deutschen machen ihren Komplizen Pavlo Skoropadskij zum Hauptmann des separatistischen „Ukrainischen Staats“.

Skoropadskij

Ukrainischer Hauptmann 1918

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

[Skoropadskij ist] nur [eine] Puppe in unserer Hand.“ ― Alfons Mumm, deutscher Botschafter im „Ukrainischen Staat“, Mai 1918 (Die deutsche Okkupation der Ukraine, S. 73)

7. Mai 1918

Rumänien geht auf einen separaten Waffenstillstand ein und wird gezwungen, seine Erdölfelder bis 2008 an Deutschland zu verpachten.

Unterzeichnung in Bukareşti

„Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, weise ich darauf hin, dass Rumänien auch über einen allgemeinen Frieden hinaus bis auf weiteres unter deutscher Verwaltung und deutschem Oberbefehl von Truppen der verbündeten Mächte besetzt bleiben muss, und zwar auf längere Zeit.“ ― Erich Ludendorff, deutscher Generalquartiermeister, 5. Mär. 1918 (Bredt, Der deutsche Reichstag im Weltkrieg, S. 254)

8. Mai 1918

Nicaragua tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

11. Mai 1918

Nach dem deutschen Angriff auf die separatistische „Demokratische Föderative Republik Transsakavkase“ zur Eroberung der dortigen Erdölfelder finden Beratungen mit der Türkei über eine Zersplitterung des Gebildes bzw. die Gründung eines Marionettenstaats statt.

[Wir] werden […] nur dann eine Weltmachtstellung erreichen können, wenn wir jetzt nach dem Kaukasus und Kleinasien kommen, um England in Ägypten und Indien, wenn erforderlich, erreichen zu können.“ ― August Thyssen, deutscher Unternehmer, Sep. 1914 (Opitz, Europastrategien des deutschen Kapitals, S. 222)

16. Mai 1918

Konferenz deutscher Unternehmer in Düsseldorf. Die „dauernde militärische Besetzung der europäischen Zufuhrstraßen nach dem Norden Russlands“ und die Eroberung des sowjetrussischen Gebiets Ukraina und der „Randstaaten“ durch Deutschland werden gefordert.

23. Mai 1918

Costa Rica tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

26. Mai 1918

Auflösung des separatistischen „Transsakavkase“ durch die deutsch-türkische Besatzungsmacht und Teilung in „Georgische Demokratische Republik“, „Armenische Republik“ und „Aserbaidschanische Volksrepublik“.

26. Mai 1918

Deutsche Übernahme der separatistischen „Georgischen Demokratischen Republik“ als Protektorat. Einsetzung einer Marionettenregierung unter Nationalratspräsident Noë Žordanija („Georgische sozialdemokratische Partei“ – GSDP). Die mit Deutschland verbündete Türkei erhält die separatistische „Armenische Republik“ und die „Aserbaidschanische Volksrepublik“ als Protektorate.

Žordanija

Georgischer Nationalratspräsident 1918

Ein Komplize des deutschen Imperialismus

„Unsere Kriegsführung braucht dringend das Naphtha aus Baku. Die Anerkennung Georgiens ist der einzig gangbare Weg nach Baku. Wir müssen zugreifen ohne zu zögern. Unsere Marine braucht das Öl. Die Ölfrage ist von kardinaler Wichtigkeit. […] Georgien hat gutes Soldatenmaterial. Wir müssen für dort unten eine brauchbare georgische Armee auf die Beine bringen.“ ― Erich Ludendorff, deutscher Generalquartiermeister, 2. Jul. 1918 (Opitz, Europastrategien des deutschen Kapitals, S. 457)

 

„Vor mehr als acht Jahrzehnten war das kaiserliche Deutschland einer der Geburtshelfer der modernen georgischen Nation.“ ― Gerhard Schröder (SPD), deutscher Kanzler, in einer Rede in der georgischen Hauptstadt Tbilisi, 31. Mär. 2000 (Rede des deutschen Bundeskanzlers vor dem georgischen Parlament, dgap.org)

Deutsche Truppen in der

„Georgischen Demokratischen Republik“

28. Mai 1918

Die georgische Marionettenregierung übergibt die Erdöl-Pipeline Baku-Batum und sämtliche Eisenbahnen und Tankschiffe der deutsch-türkischen Militärverwaltung.

3. Jun. 1918

Oberst Hans von Haeften, Stabsabteilungschef beim deutschen Generalstabschef, stellt seine „politische Offensive“ vor, in der die Bildung einer „vaterländischen Friedensbewegung“ vorgeschlagen wird.

„Während ein Friedensvorschlag oder ein Friedensfühler meist ein Unternehmen ist, welches ein Nachlassen der eigenen Kriegsenergie mit sich bringt, will eine politische Offensive den feindlichen Kriegswillen schwächen und die feindlichen Operationen schädigen. […] Mit Beginn einer [militärischen] Operationspause müssen eine Reihe von öffentlichen Kundgebungen in Deutschland erfolgen, die in England, Frankreich, Italien und Amerika den Eindruck erwecken, dass in Deutschland eine starke Gruppe für einen Frieden der allgemeinen Verständigung wirkt; ihr Programm muss allgemeine Menschheitsziele einschließen. […] Sehr wichtig ist die Auswahl der richtigen Persönlichkeiten. Sie dürfen nicht Pazifisten in Reinkultur sein, sondern Männer von absoluter nationaler Zuverlässigkeit. Ihre Aufrichtigkeit muss so unantastbar dastehen, dass selbst die feindlichen Kriegshetzer nicht wagen dürfen, sie anzuzweifeln. […] Alle Kundgebungen haben sich offensiv gegen die kriegshetzerischen Ententeregierungen zu wenden: Ihre unmoralischen Kriegsziele, ihre Verlogenheit gegenüber den eigenen Völkern, ihre frivole Unterschätzung und herausfordernde Verhöhnung des Gegners müssen an den Pranger gestellt werden. ― Hans von Haeften, Stabsabteilungschef beim deutschen Generalstabschef, 3. Jun. 1918 (Schwertfeger, Die politischen und militärischen Verantwortlichkeiten im Verlaufe der Offensive von 1918, S. 339; Opitz, Europastrategien des deutschen Kapitals, S. 448)

Jun. 1918

Der deutsche Agent Volck versucht von der deutsch besetzten sowjetrussischen Provinz Tbilisi aus mit tschetschenischen Rebellen in Kontakt zu treten, um ihnen Hilfe für ihren Jihad gegen Sowjetrussland zuzusichern.

25. Jun. 1918

Im deutsch besetzten sowjetrussischen Simferopol wird eine „Regionalregierung“ für die „Krim“ unter Suleiman Sulkević gebildet.

2. Jul. 1918

Kriegszielbesprechung zwischen der deutschen Regierung und der OHL.

6. Jul. 1918

Nach der Ermordung des deutschen Botschafters in Sowjetrussland, fordert die deutsche Regierung den Einmarsch deutscher Truppen in der Hauptstadt Moskva.

9. Jul. 1918

Hintze wird deutscher Außenstaatssekretär.

9. Jul. 1918

Der litauische „Staatsrat“ erklärt den Deutschen Wilhelm von Urach zum König. Er war vom deutschen Abgeordneten Matthias Erzberger (Zentrum) vorgeschlagen worden.

16. Jul. 1918

Haiti tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

19. Jul. 1918

Honduras tritt in den Kampf gegen den deutschen Imperialismus ein.

5. Aug. 1918

Generalquartiermeister Ludendorff befiehlt die Entsendung deutscher Truppen in die von Briten besetzte sowjetrussische Stadt Baku, zur Eroberung des dortigen Erdölgebiets.

27. Aug. 1918

Im deutsch-sowjetrussischen „Berliner Vetrag“ wird der „Frieden von Brest-Litovsk“ ergänzt. Sowjetrussland verliert das gesamte Gouvernement Lifljandija.

22. Sep. 1918

Deutschland erkennt die Unabhängigkeit des Marionettengebildes „Baltischer Staat“ von Sowjetrussland an.

29. Sep. 1918

Das mit Deutschland verbündete Bulgarien schließt Frieden mit der Entente.

29. Sep. 1918

Der deutsche Generalquartiermeister Ludendorff erklärt der Regierung, dass der Krieg nicht mehr gewonnen werden könne.

3. Okt. 1918

Kolonialstaatssekretär Solf wird zusätzlich deutscher Außenstaatssekretär.

7. Okt. 1918

Paul Behnke wird deutscher Marinestaatssekretär.

Okt. 1918

Der Abgeordnete Winnig (SPD) wird als Generalbevollmächtigter von der deutschen Regierung in den „Baltischen Staat“ gesandt, um die Regierung von den Vorzügen einer deutschfreundlichen Haltung zu überzeugen.

31. Okt. 1918

Die mit Deutschland verbündete Türkei schließt Frieden mit der Entente.

3. Okt. 1918

Baden wird deutscher Kanzler und preußischer Ministerpräsident. Die SPD tritt als „Rettungsmannschaft“ in die Regierung ein.

5. Okt. 1918

Ein Waffenstillstandsangebot Deutschlands wird an die USA gesandt. Als Bedingung wird darin der Verbleib der im Osten seit 1914 eroberten Gebiete, der seit 1870 besetzten französischen Ämter Bas-Rhin, Haut-Rhin und Moselle und sämtlicher außereuropäischer Kolonien bei Deutschland gefordert.

9. Okt. 1918

Der finnische Landtag wählt den Deutschen Friedrich von Hessen-Kassel zum König.

9. Okt. 1918

Heinrich Scheüch wird preußischer Kriegsminister.

17. Okt. 1918

Ungarn erklärt seine Unabhängigkeit von Österreich.

28. Okt. 1918

Die Tschechoslowakei erklärt ihre Unabhängigkeit von Österreich.

30. Okt. 1918

Wilhelm Groener wird deutscher Generalquartiermeister.

2. Nov. 1918

Deutscher Angriff auf das britische Protektorat Northern Rhodesia vom besetzten Tanganyika aus. Vordringen bis ins Gebiet südlich des Tanganyika-Sees.

 

Deutsche Truppen in Northern Rhodesia

3. Nov. 1918

Das mit Deutschland verbündete Österreich vereinbart einen Waffenstillstand mit der Entente.

8. Nov. 1918

Der deutsche Marionettenstaat „Herzogtum Kurland“ wird an das Marionettengebilde „Baltischer Staat“ angeschlossen.

9. Nov. 1918

Die Abdankung des deutschen Kaisers Wilhelm II. wird durch Kanzler Baden bekanntgegeben.

9. Nov. 1918

Sonderstaatssekretär Scheidemann (SPD) ruft in Berlin die „Deutsche Republik“ aus.

9. Nov. 1918

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. geht ins niederländische Exil.

9. Nov. 1918

Ebert (SPD) wird deutscher Kanzler und preußischer Regierungspräsident. Er fordert seinen Vorgänger Baden auf das Amt des Verwesers zu übernehmen, um die Monarchie noch zu retten. Baden lehnt ab.

10. Nov. 1918

Bildung des „Rats der Volksbeauftragten“. Der deutsche Kanzler Ebert (SPD) wird Militärbeauftragter. Hugo Haase („Unabhängige sozialdemokratische Partei Deutschlands“ – USPD) wird Außen- und Kolonialbeauftragter.

10. Nov. 1918

Bündnisschluss von OHL und SPD zur Niederwerfung der sozialistischen Revolution in Deutschland.

„Packen Sie das Volk! Reißen Sie es hoch! Kann das nicht Herr Ebert tun? Es muss gelingen.“ ― Erich Ludendorff, deutscher Generalquartiermeister, 1918 (Amtliche Urkunden zur Vorgeschichte des deutschen Waffenstillstands, S. 139)

 

„Der Zweck unseres Bündnisses, das wir [= OHL und SPD] am 10. Nov. Abends geschlossen hatten, war die restlose Bekämpfung der Revolution.“ ― Wilhelm Groener, ehemaliger deutscher Generalquartiermeister, 1925 (Berthold, Militarismus und Opportunismus gegen die Novemberrevolution, S. 204)

 

„Von dem Tage als ich sah, dass das Regierungssystem bankrott war, begrüßte ich den Wechsel zu einem parlamentarischen System mit Freude […] und wo es möglich ist, arbeite ich Hand in Hand mit den Gewerkschaften und trachte auf diese Weise zu retten, was zu retten ist.“ ― Carl Duisberg, deutscher Unternehmer, 1919 (Feldman, The Social and Economic Policies of German Big Business, S. 48)

11. Nov. 1918

Paul Hirsch (SPD) wird preußischer Ministerpräsident.

11. Nov. 1918

Der Waffenstillstandsvertrag Deutschlands mit der Entente wird im französischen Compiègne unterzeichnet. Deutschland ist besiegt. Ende des „Weltkriegs“ mit rund zehn Millionen Toten.

Erzberger kapituliert – Welt vorerst gerettet

„Wir müssen wieder mächtig werden, und sobald wir wieder Macht haben, nehmen wir uns natürlich alles wieder zurück, was wir verloren haben.“ ― Hans von Seeckt, deutscher General, 1918 (Carlebach, Hitler war kein Betriebsunfall, S. 26)

Seeckt

Deutscher Truppenamtschef 1919-20

 

„Wir sehen uns in 20 Jahren wieder.“ ― Hermann Kriebel, deutscher Oberst, gegenüber der Waffenstillstandskommission der Entente, 11. Nov. 1918 (Vercamer, The German Military Mission to China, www.feldgrau.com)


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