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A
Vorspiel
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1864 - 1871
Die drei wichtigsten Gestalten des preußischen Imperialismus vor der Reichsgründung: Bismarck, Moltke, Roon
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16. Jan. 1864 |
Die preußische und die österreichische Regierung verlangen ultimativ die Aufhebung der dänischen Verfassung bis zum 18. Jan. 1864. |
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18. Jan. 1864 |
Nach Ablauf des Ultimatums vom 16. Jan. 1864 marschieren preußische und österreichische Truppen in das zur Konföderation des „Deutschen Bunds“ gehörende Gebiet Dänemarks ein. Ausbruch des „Deutsch-Dänischen Kriegs“. |
Preußische Truppen in Dänemark |
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1. Feb. 1864 |
Preußisch-österreichischer Einmarsch in das nicht zum „Deutschen Bund“ gehörende Gebiet Dänemarks. |
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25. Apr. 1864 |
Beginn der „Londoner Konferenz“ über ein Ende des „Deutsch-Dänischen Kriegs“. |
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12. Mai 1864 |
Waffenstillstand im „Deutsch-Dänischen Krieg“. |
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25. Mai 1864 |
Preußen und Österreich-Ungarn gehen in Dänemark wieder zum Angriff über. |
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20. Jul. 1864 |
Endgültiger Waffenstillstand im „Deutsch-Dänischen Krieg“. |
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30. Okt. 1864 |
Der „Frieden von Wien“ beendet den „Deutsch-Dänischen Krieg“. Die dänischen Herzogtümer Holsten, Lauenborg und Slesvig müssen an Preußen bzw. Österreich-Ungarn abgetreten werden. |
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Nov. 1864 |
Ausbruch des „Kriegs der Tripel-Allianz“ nach einem paraguayanischem Angriff auf Argentinien und Brasilien. |
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Mär. 1865 |
Das preußische Außenministerium fordert die Entsendung eines Kriegsschiffs in die La-Plata-Bucht, um im „Krieg der Tripel-Allianz“ Präsenz zu zeigen. König Wilhelm I. gibt einen entsprechenden Befehl. |
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9. Apr. 1865 |
Ende des „Amerikanischen Bürgerkriegs“. |
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14. Aug. 1865 |
Durch die „Gasteiner Konvention“ wird die Aufteilung der besetzten dänischen Herzogtümer Holsten, Lauenborg und Slesvig beschlossen. Preußen erhält Lauenborg und Slesvig. |
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1866 |
Militärische Auseinandersetzung eines preußischen Kriegsschiffs mit Truppen der Filipinas-Insel Yap. |
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Feb. 1866 |
Ein vor Uruguay liegendes preußisches Kriegsschiff wird wegen des „Spanisch-Chilenischen Kriegs“, an dem auch Bolivien, Ecuador und Peru teilnehmen, nach Chile und Peru verlegt. |
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Feb. 1866 |
Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck-Schönhausen fragt bei Kriegsminister Albrecht von Roon wegen der Entsendung eines Kriegsschiffs nach Nicaragua an, um dort „Schadenseratz“ für Verluste einer hannoveranischen Firma im „Zentralamerikanischen Krieg“ zu fordern. |
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Apr. 1866 |
Durch eine scharfe Note des preußischen Ministerpräsidenten Bismarck in der Frage um die endgültige Aufteilung der besetzten dänischen Herzogtümer Holsten, Lauenborg und Slesvig kommt es zu einer Krise zwischen Preußen und Österreich-Ungarn. |
„Meiner persönlichen Meinung nach ist die Einverleibung [Holstens, Lauenborgs und Slesvigs] die einzig heilsame Lösung; der Gewinn ist so groß, dass er einen Krieg verlohnt.“ ― Helmuth von Moltke, preußischer Generalstabschef, Mai 1865 (Jähns, Feldmarschall Moltke, S. 363)
Moltke Preußischer Generalstabschef 1857-71 Deutscher Generalstabschef 1871-88 |
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8. Apr. 1866 |
Preußen und Italien schließen ein Bündnis gegen Österreich-Ungarn. |
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4. Mai 1866 |
Die Mobilmachung der preußischen Armee wird befohlen. |
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22. Mai 1866 |
Der Preuße Karl von Hohenzollern-Sigmaringen wird als Carol I. rumänischer Fürst. |
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7. Jun. 1866 |
Die Einberufung einer „Ständeversammlung“ im besetzten dänischen Herzogtum Holsten durch den österreichischen Gouverneur Ludwig von Gablenz nimmt Preußen zum Anlass militärisch vorzugehen. Preußischer Einmarsch in Holsten. |
„Ist die Armee erst auf Achtung gebietenden Stand gebracht, dann werde ich den ersten besten Vorwand ergreifen, um Österreich den Krieg zu erklären, den Deutschen Bund zu sprengen, die Mittel- und Kleinstaaten zu unterwerfen und Deutschland unter Preußens Führung eine nationale Einheit zu geben.“ ― Otto von Bismarck-Schönhausen, Preußischer Ministerpräsident, 1862 (Bismarck, Neue Tischgespräche und Interviews, I, S.12)
Bismarck Preußischer Ministerpräsident 1862-73, 1873-90 Norddeutscher Kanzler 1867-71 Deutscher Kanzler 1871-90 |
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9. Jun. 1866 |
Der preußische Ministerpräsident Bismarck und Generalstabschef Helmuth von Moltke führen geheime Verhandlungen mit dem ehemaligen österreichischen General György Klapka. Der in Österreich-Ungarn als Hochverräter eingestufte Klapka soll im bevorstehenden Krieg aus Überläufern und Kriegsgefangenen eine „Ungarische Legion“ bilden, die ins österreichische Königreich Ungarn vorstoßen und dort einen Aufstand auslösen soll. |
Klapka Ehemaliger österreichischer General Ein Komplize des deutschen Imperialismus |
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10. Jun. 1866 |
Verschärfung der preußisch-österreichischen Krise durch Preußens Entwurf einer neuen Verfassung für den „Deutschen Bund“, die Österreich-Ungarn aus diesem ausschließt und Preußen die Führung überlässt. |
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14. Jun. 1866 |
Aufgrund der preußischen Besetzung Holstens beantragt Österreich-Ungarn die Mobilmachung des „Deutschen Bunds“ gegen Preußen, was am 14. Jun. 1866 beschlossen wird. Preußen erklärt daraufhin seinen Austritt aus der Konföderation. |
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15. Jun. 1866 |
Unannehmbares preußisches Ultimatum an Hannover, Hessen (Kurfürstentum) und Sachsen. Darin wird die Zurückführung der Truppen auf den Stand vom 1. Mär. 1866 und ein „Sonderbündnis“ mit Preußen verlangt. Für den Fall einer Ablehnung droht Preußen dies als Kriegserklärung zu werten. |
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16. Jun. 1866 |
Die Bundesversammlung lehnt den Austritt Preußens aus dem „Deutschen Bund“ ab. |
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16. Jun. 1866 |
Preußischer Angriff auf Hannover, Hessen (Kurfürstentum) und Sachsen und damit Ausbruch des „Deutschen Kriegs“. Anhalt, Braunschweig, Bremen, Hamburg, Italien, Lübeck, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg-Gotha und Schwarzburg-Sondershausen stellen sich auf die preußische Seite. Baden, Bayern, Hannover, Hessen (Großherzogtum), Hessen (Kurfürstentum), Nassau, Österreich-Ungarn, Sachsen und Württemberg stehen gegen den preußischen Imperialismus. |
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20. Jun. 1866 |
Preußens Komplize Italien erklärt Österreich-Ungarn formell den Krieg. |
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22. Jun. 1866 |
Preußisch-italienischer Einmarsch in Österreich-Ungarn. |
Preußische Truppen in Österreich-Ungarn |
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Jun. 1866 |
Preußischer Einmarsch in Bayern und Nassau. |
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29. Jun. 1866 |
Hannover kapituliert gegenüber Preußen. |
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21. Jul. 1866 |
Waffenstillstand im Krieg zwischen Preußen und Österreich-Ungarn. |
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26. Jul. 1866 |
Der „Vorfrieden von Nikolsburg“ zwischen Preußen und Österreich-Ungarn wird abgeschlossen. |
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2. Aug. 1866 |
Waffenstillstand im Krieg zwischen Preußen, Bayern, Hessen und Nassau. |
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23. Aug. 1866 |
Der „Frieden von Prag“ wird zwischen Preußen und Österreich-Ungarn abgeschlossen. |
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24. Aug. 1866 |
Auflösung des „Deutschen Bunds“ mit der letzten Sitzung der Bundesversammlung in Augsburg. |
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29. Aug. 1866 |
Frankreich tritt an die preußische Regierung mit einem Vorschlag zur gemeinsamen Aufteilung Belgiens heran. In einem Vertragsentwurf vom 19. Aug. 1866 sagt Preußen seine Unterstützung für eine französische Annexion des Staats zu. |
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3. Sep. 1866 |
Preußische Annexion der besetzten hessischen Landgrafschaft Hessen-Homburg, und der Gebiete Mainz und Worms. |
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20. Sep. 1866 |
Preußische Annexion von Hannover, Hessen (Kurfürstentum) und Nassau. |
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3. Okt. 1866 |
Der „Frieden von Wien“ wird zwischen Österreich-Ungarn und Italien abgeschlossen. Endgültiges Ende des „Deutschen Kriegs“. |
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8. Okt. 1866 |
Preußische Annexion des besetzten Frankfurt am Main. |
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1867 |
Witu „bittet“ Preußen um „Schutz“. Erstmals wird damit die Annexion afrikanischer Gebiete für preußische Kolonien ins Auge gefasst. Der Anschluss Witus kommt jedoch vorerst nicht zustande. |
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1867 |
Der preußische Kolonial-Lobbyist Ernst Friedel fordert eine Annexion der chinesischen Taiwan-Insel als „deutsches Hong Kong“. 1867 fordern allein 30 Schriften eine Annexion Taiwans. |
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1867 |
Intervention eines preußischen Kriegsschiffs in den „Palauischen Bürgerkrieg“ auf Seiten des Königs Meresou. |
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1867 |
Einrichtung der „Ostasiatischen Schiffsstation“ der preußischen Kriegsmarine im japanischen Yokohama. |
„Die Interessen des deutschen Handels bedingen die dauernde Unterhaltung von Kriegsschiffen in den ostasiatischen Gewässern.“ ― Otto von Bismarck-Schönhausen, norddeutscher Kanzler, 2. Apr. 1870 (Wehler, Bismarck und der Imperialismus, S. 200) |
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24. Jan. 1867 |
Preußische Annexion der besetzten dänischen Herzogtümer Holsten und Slesvig als „Schleswig-Holstein“. |
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7. Feb. 1867 |
Eine Militärkonvention Preußens mit Sachsen wird abgeschlossen. |
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Mär. 1867 |
Die Absicht Preußens, auch nach Auflösung des „Deutschen Bunds“ Luxemburg besetzt zu halten, löst eine Krise mit Frankreich aus. |
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Mär. 1867 |
Der preußische Generalstabschef Moltke drängt Ministerpräsident Bismarck in der „Luxemburg-Krise“ zu einem sofortigen Krieg gegen Frankreich. |
„[Ich muss] wünschen, dass der gegebene Anlass [= ‚Luxemburg-Krise’] zu einem Kriege mit Frankreich benutzt werde. […] Je früher wir also handgemein werden, desto besser.“ ― Helmuth von Moltke, preußischer Generalstabschef, Mär. 1867 (Dollinger, Das Kaiserreich, S. 69)
„[Wir] dürfen, […] sobald wir einmal mobil machen, den Vorwurf der Aggression nicht scheuen. Jedes Zuwarten verschlimmert unsere Lage ganz entschieden.“ ― Helmuth von Moltke, preußischer Generalstabschef, Apr. 1866 (Moltke, Militärische Werke, I/b, S. 128) |
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7. Apr. 1867 |
Eine Militärkonvention Preußens mit Hessen wird abgeschlossen. |
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11. Mai 1867 |
Unterzeichnung des „Londoner Vertrags“ über die Neutralität Luxemburgs, der die preußisch-französische Krise beendet. Preußen muss seine Truppen abziehen. |
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15. Jun. 1867 |
Eine Militärkonvention Preußens mit Oldenburg wird abgeschlossen. |
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26. Jun. 1867 |
Eine Militärkonvention Preußens mit Lippe-Detmold, Reuß (Ältere Linie), Reuß (Jüngere Linie), Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg-Gotha, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Weimar-Eisenach und Schwarzburg-Rudolstadt wird abgeschlossen. |
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27. Jun. 1867 |
Eine Militärkonvention Preußens mit Bremen und Lübeck wird abgeschlossen. |
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28. Jun. 1867 |
Eine Militärkonvention Preußens mit Anhalt und Schwarzburg-Sondershausen wird abgeschlossen. |
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30. Jun. 1867 |
Eine Militärkonvention Preußens mit Schaumburg-Lippe wird abgeschlossen. |
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1. Jul. 1867 |
Gründung des „Norddeutschen Bunds“ aus den Staaten Anhalt, Braunschweig, Bremen, Hamburg, Hessen (nur Gebiet rechts des Rheins), Lippe, Lübeck, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Preußen, Reuß (Ältere Linie), Reuß (Jüngere Linie), Sachsen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg-Gotha, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Weimar-Eisenach, Schaumburg-Lippe, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen und Waldeck. |
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1. Jul. 1867 |
Der preußische König Wilhelm I. wird norddeutscher Präsident. |
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2. Jul. 1867 |
Bildung der norddeutschen Bundesmarine. |
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14. Jul. 1867 |
Der preußische Ministerpräsident Bismarck wird norddeutscher Kanzler. |
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23. Jul. 1867 |
Eine Militärkonvention Preußens mit Hamburg wird abgeschlossen. |
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6. Aug. 1867 |
Eine Militärkonvention Preußens mit Waldeck wird abgeschlossen. |
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27. Aug. 1867 |
Demonstrative Reise eines norddeutschen Kriegsschiffs in das Karibische Meer. |
„Auch in den Zentral Amerik[anischen] Staaten verstehen die Regierungen keine Sprache besser als die Sprache der Kanonen und durch nichts würde dort mein Einfluss als Vertreter Preußens so nachhaltig unterstützt und gekräftigt worden sein als durch das Anlaufen eines preußischen Kriegsgeschwaders.“ ― Franz Hesse, preußischer Botschafter in Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Neu-Granada und Nicaragua, 15. Apr. 1853 (Wiechmann, Die preußisch-deutsche Marine in Lateinamerika, www.bis.uni-oldenburg.de) |
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Sep. 1867 |
Eine Annexion des ecuadorianischen Pailón-Gebiets als norddeutscher Marinestützpunkt wird erwogen. |
„Auf die […] Erwerbung des Pailón [werden wir] zurückkommen, sobald mit der Errichtung der genannten Station [an der Westküste Südamerikas] vorzugehen beabsichtigt wird.“ ― August von Rieben, preußischer Marineministeriumsdirektor, Sep. 1867 (Militärgeschichtliches Forschungsamt, Deutsche Militärgeschichte, V, S. 87)
„[Die Bundesmarine] würde in diesem [Pailón-]Gebiet, wenn es von Deutschen kolonisiert wird, einen immerhin schätzbaren Rückhalt gewinnen.“ ― Eduard von Jachmann, preußischer Marineministeriumsdirektor, Sep. 1867 (MFA, Deutsche Militärgeschichte, V, S. 88) |
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Sep. 1867 |
Der preußische Marineministeriumsdirektor Eduard von Jachmann fordert eine norddeutsche Annexion der portugiesischen Kolonie Timor Leste. |
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15. Okt. 1867 |
Der preußische Kriegsminister Roon legt dem norddeutschen Bundestag einen Flottenplan vor. Gefordert wird der „Schutz“ des norddeutschen Handels „auf allen Meeren“ und die Entwicklung eigenen „Offensiv-Vermögens“, „nicht bloß zur Störung des feindlichen Seehandels, sondern auch zum Angriff auf feindliche Flotten, Küsten und Häfen“. |
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9. Nov. 1867 |
Eine Militärkonvention Preußens mit Mecklenburg-Strelitz wird abgeschlossen. |
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1868 |
Erster Hinweis an die norddeutsche Regierung auf die künftige Rolle der chinesischen Jiazhou-Bucht als Marinestützpunkt. |
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1868 |
Errichtung von Handelsniederlassungen an der Mündung des Wouri durch die deutsche Firma „Woermann“. Beginn der deutschen Expansion in Cameroun. |
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1868 |
Intervention eines norddeutschen Kriegsschiffs in den Krieg zwischen den Carolinas-Inseln Losap und Nama. |
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11. Apr. 1868 |
Die Besatzung des im Karibischen Meer operierenden norddeutschen Kriegsschiffs prüft den costaricanischen Hafen Limón auf seine Eignung als Marinestützpunkt, später auch die San-Lucas-Insel im Golf von Nicoya. Am 25. Apr. 1868 verhandelt der Kapitän mit dem costaricanischen Präsidenten José Castro. Die amerikanische Regierung protestiert gegen das Vorgehen. |
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24. Jun. 1868 |
Eine Militärkonvention Preußens mit Mecklenburg-Schwerin wird abgeschlossen. |
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30. Okt. 1868 |
Die meisten Mitglieder der württembergischen Organisation „Deutscher Tempel“ wandern in den türkischen Regierungsbezirk Beyrut und den Unterbezirk Yerelmasi aus. |
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1869 |
Das Buch „Der Deutschen Volkszahl und Sprachgebiet in den europäischen Staaten“ von Richard Böckh erscheint. Darin wird „die volle Geltung der deutschen Nation als der ersten unter den Völkern Europas“ gefordert. Das Buch beschreibt erstmals die bis heute aktuelle Strategie der Anerkennung von „Völkchen“ zur deutschen Expansion in andere Länder, der später so genannten „Orangen-Theorie“. |
„Solchen Staaten gegenüber, welche das Nationalitätsprinzip nicht anerkennen, mithin die höhere Ordnung des Volksgeistes leugnen, bedarf es des wirklichen Schutzes derjenigen, welche abweichender Nationalität sind, und nötigenfalls der Ablösung ihrer Wohnsitze von dem unterdrückenden Staate.“ ― Richard Böckh, norddeutscher Geostratege, 1869 (Böckh, Der Deutschen Volkszahl und Sprachgebiet in den europäischen Staaten, Auszug auf www.german-foreign-policy.com) |
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7. Feb. 1869 |
Der norddeutsche Kanzler Bismarck fordert vom preußischen Kriegsminister Roon die Entsendung eines Kriegsschiffs nach Kuba, um wegen der dortigen Unruhen Präsenz zu zeigen. |
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Frühjahr 1869 |
Erstmals wird in der französischen Presse über die preußischen Machenschaften zur Einsetzung Leopold von Hohenzollern-Sigmaringens, eines Mitglieds der preußischen Königsfamilie, als König von Spanien berichtet. |
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Sommer 1869 |
Die norddeutsche Regierung empfiehlt der Bundesmarine die Annexion der chinesischen Zhoushan-Inseln. |
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Winter 1869 |
Mission eines norddeutschen Kriegsschiffs nach Aceh und Blair’s Harbour (britische Kronkolonie der Straits Settlements) wegen Eignung dieser Gebiete für Marinestützpunkte. |
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1. Jan. 1870 |
Das preußische Außenministerium wird als „Auswärtiges Amt“ Kanzler Bismarck unterstellt. |
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22. Jan. 1870 |
Gründung der „Deutschen Bank“ in Berlin. |
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Feb. 1870 |
Die „Ostasiatische Schiffsstation“ der norddeutschen Bundesmarine im japanischen Yokohama wird aufgegeben. |
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2. Apr. 1870 |
Der norddeutsche Kanzler Bismarck beauftragt den Botschafter in China, Guido von Rehfues, bei der chinesischen Regierung zwecks Überlassung von Gebieten für Marinestützpunkte nachzufragen. Rehfues’ Bemühungen scheitern jedoch. |
„Wir wünschen […] sobald als möglich, auch mit der chinesischen Regierung ein Abkommen zu treffen, in dem dem Norddeutschen Bund der Besitz eines ausreichenden Terrains an einem zentralgelegenen Punkte der chinesischen Küste […] kauf- oder pachtweise überlassen werde.“ ― Otto von Bismarck-Schönhausen, norddeutscher Kanzler, gegenüber dem norddeutschen Botschafter in China, Guido von Rehfues, 2. Apr. 1870 (Wehler, Bismarck und der Imperialismus, S. 200) |
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Mai 1870 |
Kapitän Heinrich Köhler empfiehlt Dapeng Wan (China), Kulang Xu (China), die Tsushima-Inseln (Japan) und die Zhoushan-Inseln (China) als zur Besitznahme für die norddeutsche Bundesmarine geeignet. |
„Ich schlage Kulang Hsü vor und empfehle, nach Bestechung der lokalen Beamten dort unauffällig ein Marinedepot zu errichten und die Zentralregierung vor vollendete Tatsachen zu stellen.“ ― Guido von Rehfues, norddeutscher Botschafter in China, Apr. 1870 (MFA, Deutsche Militärgeschichte, V, S. 93) |
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Jun. 1870 |
Der norddeutsche Kanzler Bismarck versucht, die Einsetzung Hohenzollerns als König von Spanien zu erzwingen, um einen Krieg mit Frankreich zu provozieren. Die spanische Regierung „bittet“ Hohenzollern formell um Übernahme des Amts. |
„Ich habe mir diese Kombination nicht ausgedacht, ich habe mich nicht einmal darum bemüht. Man hat sie mir in die Hand gedrückt.“ ― Juan Prim („Fortschrittliche Partei“ – PP), spanischer Ministerratspräsident, über die Thronkandidatur Leopold von Hohenzollern-Sigmaringens, 2. Jul. 1870 (Aubry, Das Zweite Kaiserreich, S. 659)
„Bismarck hat die Thronkandidatur nur in der Absicht und Voraussicht aufgebracht, um daraus den Kriegsfall gegen Frankreich zu gewinnen.“ ― Anton von Hohenzollern-Sigmaringen, Vater des Thronkandidaten Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen, Jun. 1871 (Aubry, Das Zweite Kaiserreich, S. 660)
„Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden […] sondern durch Eisen und Blut.“ ― Otto von Bismarck-Schönhausen, preußischer Ministerpräsident, 30. Sep. 1862 (Bismarck, Gesammelte Werke, X, S. 140) |
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22. Jun. 1870 |
Militärische Auseinandersetzung zwischen einem norddeutschen Kriegsschiff und venezolanischen Truppen. |
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13. Jul. 1870 |
Kanzler Bismarcks manipulierte „Emser Depesche“, die ein Treffen zwischen dem norddeutschen Präsidenten Wilhelm von Hohenzollern-Sigmaringen und dem französischen Botschafter Vincent Benedetti verzerrt und aggressiv darstellt, soll Frankreich zur Kriegserklärung nötigen. |
„Es ist wichtig, dass wir die Angegriffenen seien, und die gallische Überhebung und Reizbarkeit wird uns dazu machen.“ ― Otto von Bismarck-Schönhausen, norddeutscher Kanzler, 13. Jul. 1870 (Aubry, Das Zweite Kaiserreich, S. 682)
„Der alte Gott lebt noch und wird uns nicht in Schande verkommen lassen.“ ― Albrecht von Roon, preußischer Kriegsminister, in seiner Reaktion auf die „Emser Depesche“, 13. Jul. 1870 (Dollinger, Das Kaiserreich, S. 72)
Roon Preußischer Kriegsminister 1859-73 Preußischer Marineminister 1861-71 Preußischer Ministerpräsident 1873
„Wenn ich das erlebe, in solchem Kriege unsere Heere zu führen, so mag gleich nachher die alte Carcasse der Teufel holen.“ ― Helmuth von Moltke, preußischer Generalstabschef, in seiner Reaktion auf die „Emser Depesche“, 13. Jul. 1870 (Dollinger, Das Kaiserreich, S. 72) |
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16. Jul. 1870 |
Norddeutsche Mobilmachung gegen Frankreich. |
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19. Jul. 1870 |
Kriegserklärung Frankreichs an Preußen aufgrund der „Emser Depesche“ und der norddeutschen Mobilmachung. |
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3. Aug. 1870 |
Angriff Norddeutschlands und seiner Komplizen Baden, Bayern, Hessen und Württemberg auf Frankreich. Beginn des „Deutsch-Französischen Kriegs“. |
Norddeutsche Truppen in Frankreich |
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26. Aug. 1870 |
Die norddeutsch besetzten französischen Ämter Bas-Rhin, Haut-Rhin und Moselle sowie Teile der besetzten Ämter Meurthe-et-Moselle und Vosges werden unter preußische Zivilverwaltung gestellt. |
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Sep. 1870 |
Beginn der Propaganda für eine norddeutsche Annexion der französischen Kolonie Cochinchine. |
„Saigon in deutschen Händen ist Sicherstellung des größten und bedeutendsten Teiles der deutschen Schiffahrt.“ ― Peter Rickmers, norddeutscher Unternehmer, 6. Sep. 1870 (MFA, Deutsche Militärgeschichte, V, S. 93)
„Südvietnam wird den Kern eines zukünftigen deutsch-indischen Kolonialreiches abgeben, […] welches sich naturgesetzlich nach und nach […] um diesen Kern herumkristallisieren wird.“ ― Ernst von Weber, norddeutscher Geostratege, 20. Sep. 1870 (National-Zeitung, 20.09.1870) |
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2. Sep. 1870 |
Baden „bittet“ um Annexion durch Norddeutschland. |
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18. Sep. 1870 |
Die norddeutsche Tageszeitung „Kreuz-Zeitung“ fordert vor einem Friedensschluss mit Frankreich die Übergabe von Kolonien an Norddeutschland. |
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24. Okt. 1870 |
Frankreich bietet Kanzler Bismarck die norddeutsche Übernahme der Kolonie Cochinchine an. Bismarck lehnt ab, da der „sehr fette Brocken“ noch zu groß sei. |
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7. Nov. 1870 |
Der preußische Generalstabschef Moltke befiehlt im Vorgehen gegen französische Partisanen die Zerstörung ganzer Ortschaften. |
„[Ich fordere] dass weniger Gefangene gemacht und mehr die Vernichtung des Feindes auf dem Schlachtfeld ins Auge gefasst wird.“ ― Otto von Bismarck-Schönhausen, norddeutscher Kanzler, 1870 (Bismarck, Politische Schriften, V/b, S. 636)
„Herzerfrischend, wie konsequent damals preußisch-deutsche Generale waren.“ ― Heinrich Himmler („Nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei“ – NSDAP), deutscher Reichsführer-SS, über den Zerstörungsbefehl des preußischen Generalstabschefs Helmuth von Moltke, 18. Jul. 1943 (Rose, Werwolf, S. 28)
„Es gibt wohl kaum ein gutmütigeres Volk als unsere Soldaten.“ ― Helmuth von Moltke, preußischer Generalstabschef, 23. Apr. 1864 (SS-Leitheft 6/1944) |
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15. Nov. 1870 |
Baden und Hessen treten einem neuen „Deutschen Bund“ mit Norddeutschland bei. Eine Militärkonvention Preußens mit Baden wird abgeschlossen. |
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23. Nov. 1870 |
Bayern tritt einem neuen „Deutschen Bund“ mit Norddeutschland bei. Eine Militärkonvention Preußens mit Bayern wird abgeschlossen. |
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25. Nov. 1870 |
Württemberg tritt einem neuen „Deutschen Bund“ mit Norddeutschland bei. Eine Militärkonvention Preußens mit Württemberg wird abgeschlossen. |
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30. Nov. 1870 |
Der Reichstag berät über eine norddeutsche Annexion der französischen Kolonie Cochinchine. |
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30. Nov. 1870 |
Der vom norddeutschen Kanzler Bismarck aufgesetzte „Kaiserbrief“ wird durch den bayerischen König Ludwig II. unterzeichnet und an den preußischen König Wilhelm I. gesandt, dem darin das Kaiseramt in einem neu zu gründenden „Deutschen Reich“ angetragen wird. |
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Dez. 1870 |
Preußen kündigt den „Londoner Vertrag“ von 1867, der die Neutralität Luxemburgs garantiert. |
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Dez. 1870 |
Der preußische Marinegeneralinspekteur Adalbert von Hohenzollern-Sigmaringen drängt Kriegsminister Roon, sich beim norddeutschen Kanzler Bismarck für eine Annexion französischer Kolonien einzusetzen. |
„Die Zahl von sechs Fregatten reicht […] unbestritten hin, um, mit Ausnahme Nordamerikas, mit allen anderen Staaten der neuen Welt Krieg zu führen; denn keiner derselben kann uns mehr Streitkräfte entgegenstellen. Ebenso würden wir unserer jungen Flagge in den chinesischen Gewässern diejenige Achtung nötigenfalls erzwingen können.“ ― Adalbert von Hohenzollern-Sigmaringen, Chef der preußischen Kommission zum „Schutz der Ostseeküsten“, Mai 1848 (Hohenzollern, Denkschrift über die Bildung einer deutschen Kriegsflotte, S. 19 f)
Hohenzollern Ein Vordenker des deutschen Imperialismus |
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20. Dez. 1870 |
Der „Norddeutsche Bund“ wird in „Deutsches Reich“ umbenannt. |
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18. Jan. 1871 |
Formelle Gründung des „Deutschen Reichs“ im französischen Versailles. Der preußische König Wilhelm I. wird deutscher Kaiser.
„Einheit in Freiheit“ |
„So lange das Deutsche Volk keine einheitliche Masse darstellte, der es möglich war durch ihr […] reines Zahlengewicht die Balance der europäischen Stabilität zu zerreißen, war die Gefahr […] nicht unbedingt fatal. Aber als Deutschland vereinigt wurde, machte sich die zerstörerische Natur der deutschen Absichten und der deutschen Politik bald bemerkbar.“ ― Sumner Welles („Demokratische Partei“ – Democratic Party), amerikanischer Unterstaatssekretär, 1944 (Welles, The Time for Decision, S. 336 f) |
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